„Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ (Apg 28,2)

„Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ (Apg 28,2)

„Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ (Apg 28,2)
 
Migration, Gastfreundschaft, Willkommenskultur, Freundlichkeit, Angst, Ablehnung von Fremden und fFemdem, Österreich ein sehr unfreundliches Land, ….
Beim ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johann kamen all diese Themen zur Sprache und mehr noch wurden sie im Gebet vor Gott gebracht.
Miteinander feierten die Pfarrgemeinde der Erlöserkirche H.B., Wielandplatz, die Pfarrgemeinde der Gnadenkirche A.B., Herndlgasse und die Pfarrgemeinde Zum Göttlichen Wort röm.-kath., Keplerplatz.
 
Die Lesung aus der Apostelgeschichte erzählt vom Schiffbruch vor Malta, von dem Schiff, das Paulus nach Rom bringen soll. Als sie in Malta stranden, verzweifelt, hungrig, verletzt, kommen die Bewohner und Bewohnerinnen der Insel und helfen, machen Feuer, teilen Essen.
 
Diese Haltung ist es, die wir hier in Wien brauchen – sei es gegenüber Fremden und Flüchtlingen, sei es gegenüber Fremden, die zu uns in unsere Gemeinden kommen, sei es in unseren getrennten Kirchen.
Die Hoffnung auf Versöhnung, Einsicht, Hoffnung, Vertrauen, Kraft, Gastfreundlichkeit, Umkehr und Großzügigkeit wurde in den Fürbitten noch einmal von Vertretern und Vertreterinnen aus allen Gemeinden ausgesprochen. 
 
Zur gemeinsamen Agape – Essen, das verbindet und Kraft schenkt – blieben wir noch lange in der Kirche versammelt, um so das zu leben, was Augustinus über die Freundschaft schreibt:
Miteinander reden und lachen,
sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen,
zusammen schöne Bücher lesen, sich necken,
dabei aber auch einander Achtung erweisen,
mitunter sich auch streiten, ohne Hass,
so wie man es wohl auch einmal mit sich selbst tut,
manchmal auch in den Meinungen auseinander gehen
und damit die Eintracht würzen,
einander belehren und voneinander lernen,
die Abwesenden schmerzlich vermissen,
die Ankommenden freudig begrüßen,
lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe,
die aus dem Herzen kommen,
sich äußern in Miene, Wort und tausend freundlichen Gesten und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen,
so dass aus den vielen eine Einheit wird.
 
BR

Eine Reise durch die Bibel

Eine Reise durch die Bibel

 
Ganz überrascht waren die Kinder der Erstkommunionvorbereitung, als sie am Samstag von einer sprechenden Bibel begrüßt wurden. Die lange Zeit der Entstehung machte dann neugierig auf die Geschichten, die denn in diesem alten, dicken, interessantem, ungewöhnlichen Buch stecken könnten.
Ab da verwandelte sich der Pfarrsaal in eine Bibellandschaft – das Neue Testament erwachte zum Leben:
So erzählte Johannes von der Taufe Jesu – und lud ein zur Erinnerung an unsere Taufe ein Weihwasserfläschchen zu verzieren.
Vom Reich Gottes erzählte das Senfkorn, das wächst und Lebensmöglichkeiten für viel bietet – hier wurden Senfkörner gepflanzt. Ein Erinnerungszeichen für unsere Möglichkeiten Gottes Reich spürbar werden zu lassen.
Mit Jesus in ein Boot steigen und ihm unsere Ängste anvertrauen -auch das nahmen die Kinder und die begleitenden Eltern an.
Dazwischen gab es immer wieder die Möglichkeit, sich mit besonderen Speisen aus dem Land, in dem Jesus lebte, aus Israel, zu stärken: Datteln, Mazzen (=ungesäuertes Brot), Granatäpfel, Orangen.
 
Winter in Wien unterbricht unsere Reise kurz
Der Schnee, der endlich gefallen war, „zwang“ uns dazu, kurz in den Hof des Pfarrhauses zu gehen und eine Schneeballschlacht zu machen – das unbeschwerte Lachen klingt noch in unseren Ohren.
 
„Du bist mein geliebtes Kind“
Diese Zusage Gottes führte uns durch die Messe am Sonntag. Weihwasser, Blumentöpfchen mit Senfkörnern warteten darauf mit nach Hause genommen zu werden – und dazu ein Säckchen mit Buchstabennudeln – Gottes Wort lässt sich überall finden.
 
BR

Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich Apg 28, 2

Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich Apg 28, 2

Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich Apg 28, 2

Ökumenischer Gottesdienst am Donnerstag, 23. Jänner 2020
um 18:30 Uhr

in der Pfarrkirche St. Johann Evangelist
10, Keplerplatz

Pfarrgemeinde der Erlöserkirche H.B., Wielandplatz
Pfarrgemeinde der Gnadenkirche A.B., Herndlgasse
Pfarrgemeinde Zum Göttlichen Wort röm.-kath., Keplerplatz

Danke – Danke an die Sternsinger –

Danke – Danke an die Sternsinger –

Danke – Danke an die Sternsinger – Danke an alle, die gespendet haben – Danke

Gott ist Mensch geworden, um mit uns zu leben, um unsere Sorgen und Nöte zu teilen.
Mit dieser Botschaft haben unsere Sternsinger die unglaubliche Summe
von € 14.781,08, um damit Nöte und Sorgen von Menschen zu lindern.
Ein großes Dankeschön allen Sternsingern, Begleitern und Begleiterinnen,
Köchen und Köchinnen, all denen, die jetzt die Kleider waschen und versorgen, allen, die gespendet haben und all denen, die jetzt schon ans Sternsingen im nächsten Jahr denken!

… wir wünschen euch ein fröhliches Jahr: Caspar, Melchior und Balthasar

… wir wünschen euch ein fröhliches Jahr:
Caspar, Melchior und Balthasar

… wir wünschen euch ein fröhliches Jahr: Caspar, Melchior und Balthasar

Niemand kommt mehr daher aus dem Morgenland, kein Weihnachtsstern, der weit leuchtet – schon ist die Sternsingeraktion wieder vorbei. Erfolgreich war sie in jedem Fall:
·      die Spenden für Menschen in Not
·       die Freude in den Augen und Herzen Vieler
·       die Botschaft, die in den Herzen aller, die dabei waren, ihren Platz gefunden hat.
 
Noch am Sonntagnachmittag und Abend waren sie unterwegs gewesen – unermüdlich manche, immer noch ein Haus. Müde schon die anderen – auf ausruhen und eine Rast hoffend. Eine Gruppe wurde im Gottesdienst der philippinischen Gemeinde willkommen geheißen – Danke an P. Ron für das freundliche Aufnehmen unserer Kinder.
Die Abendrunde kehrte voll mit Erlebnissen und auch voller Kassa zurück und half dann beim Aufteilen der Süßigkeiten: 46 Tafeln Schokolade, sicher weit über 100 Lindor- und Mozartkugeln, Merci ohne Zahl, ein Heer von Gummibärchen, …. ein Schlaraffenland!
Am Feiertagmorgen waren sie alle(!!!) pünktlich zur Stelle – kein Kleid fehlte, jede und jeder fand seinen Turban wieder – da bleibt ja noch Zeit schnell eine neue Krone zu basteln, weil die alte nicht mehr gefällt.
 „Wir sind Suchende. Wir suchen einen König, das Licht der Welt, das Glück unseres Lebens.
Gottes Güte und Liebe will allen erscheinen. Wir Menschen müssen sie durchscheinen lassen – jede und jeder von uns, damit die ganze Welt feiern kann: Erscheinung des Herrn.“
Das verkündeten die Sternsinger mit großer Freude und mit allem Nachdruck im Gottesdienst am Fest der Erscheinung des Herrn, am Dreikönigstag.
 
Froh und dankbar durften wir die Messe feiern – dankbar dafür, dass alles gut gegangen ist, dass alle immer gesund wieder zurückkamen, dankbar dafür, dass es uns möglich ist, für andere da zu sein.
Ein paar Besonderheiten heuer:
3 Zwillingspaare
3 Erstklässler
3 neue BegleiterInnen
3 Kinder, die alle Tage durch gegangen sind
1 Lieblingslied (Barbara, wenn die Tür aufgeht, dann kommt das einfach heraus“!)
 
Fast ist die Wäsche schon fertig gewaschen, fast alles ist wieder verstaut, da denken wir schon ans nächste Jahr und wissen: Wir werden neue Kronen und Gewänder brauchen, wir fragen um Unterstützung dafür, ….
 
Aber jetzt erst einmal DANKE:
·      allen Sternsingern
·      allen Begleitern
·      allen Eltern, die die Kinder und damit uns unterstützt haben
·      allen Köchinnen (es ist eine unglaubliche Wohltat, ins Pfarrhaus zu kommen und da steht das Essen fertig auf dem Tisch!
·      allen, die freundlich die Türe geöffnet haben
·      allen, die ein aufmunterndes Wort hatten
·      und allen Spendern und Spenderinnen
 
Auf ein Neues!
BR
 

 

Wir bitten dich, segne nun dieses Haus  

Wir bitten dich, segne nun dieses Haus  

Wir bitten dich, segne nun dieses Haus
 
Segenswünsche kann es nicht genug geben. In diesen Tagen wird der Segen gebracht, in die Häuser und Wohnungen, zu Menschen, die darauf warten, zu denen, die ganz überrascht sind, zu denen, die nicht ganz sicher sind, ob sie das wollen. Sehr erfreut und überrascht at eine unserer Gruppen heute eine Entdeckung gemacht: An einer Tür war ein Kuvert, darauf stand „Für die Sternsinger – bitte einen Segen hierlassen“ – auch, wenn der Aufkleber mit dem Segenswunsch gemeint war, so lässt dieser Wunsch doch die Sehnsucht nach Gottes Segen spüren. Die Spende im Kuvert für Kinder in Not freut dann noch dazu.
 
Am Vormittag ließ der Himmel es zu, dass unsere große Marktgruppe trocken durch den Vormittag kam, dem Wind trotzend, gegen die Stimmen der Marktschreier ankämpfend, tapfer dem Wind trotzend. Auch hier immer wieder die Freude über die Botschaft und den Segen, der zugesprochen wird.
Froh und dankbar waren die Kinder auch über die Wurstsemmeln, die ihnen geschenkt wurden, eine kleine wohlverdiente Pause zwischendrin.
 
Bei der Feuerwehr wurde leider gekocht – so dass niemand Zeit hatte, die Lieder zu hören – das löst doch immer wieder eine kleine Enttäuschung aus.
Mittagessen und miteinander spielen, spüren, dass die Gemeinschaft trägt – das gleicht vieles wieder aus . Wir sind sehr froh und dankbar, dass es Frauen gibt in unserer Gemeinde, die für uns kochen, uns versorgen. Vielen Dank Karin, Brigitta und Renate!
 
Am Nachmittag macht sich dann die Müdigkeit des dritten Tages breit – und trotzdem sind die Jugendlichen dann motiviert und gehen noch eine Abendrunde – kommen lachend und voll mit Erlebnissen zurück. Eigenartige – selbst geschriebene Segensformeln erheitern sie ebenso wie ungewöhnlich angebrachte Segensaufkleber.
 – Es ist schön zu spüren, dass Kirche auch unbeschwert und lebendig ist – im Tun und Handeln, aus dem Glauben mitten im Leben.
 BR
 

Sternsingen in der ÖBB Zentrale

Sternsingen in der ÖBB Zentrale

Sternsingen in der ÖBB Zentrale
 
Aufgeregt und darum ganz pünktlich waren alle erschienen und so zog eine große Schar von Weisen aus dem Morgenland mit Pfarrer P. Matthias Felber über die Favoritenstraße hin zum Hauptbahnhof. (Nebenbei bemerkt – man glaubt gar nicht, wieviel Geschick man entwickeln muss, um all den Sternen auszuweichen, die da unterwegs sind.) Lachen und Fragen war zu hören – keine Rede mehr von „Stiller Nacht“.
 
Hoch über den Dächern von Favoriten durften die Sternsinger dann die Botschaft von der Geburt Jesu verkünden. Im 23. Stockwerk der ÖBB-Zentrale wurden wir von Mag. Heinz Freunschlag und Juliane Pamme mit ihrem Team willkommen geheißen. Wirkliches Willkommen war spürbar: wohltuend für alle, die sich sonst viele Türen vor der Nase zuschlagen lassen müssen.
 „Den Segen Gottes brauchen wir alle in unserem Leben, in unserer Arbeit, bei der wir für viele Menschen Verantwortung tragen“, so Mag. Freunschlag in seiner Begrüßung.
Die Bitte um diesen Segen sangen dann die Kinder und Jugendlichen – und wurden dafür schon gleich auch belohnt: Liebevoll vorbereitete Geschenke, Kuscheltier, ein Spiel der ÖBB, …. waren als Dank für den Besuch gedacht.
 
Vielen Dank an den ÖBB-Vorstand – nicht nur für Verköstigung, Geschenke, Spenden – nein vielmehr für die warmherzige und liebevolle Aufnahme der „königlichen Hoheiten“, unserer Kinder und Jugendlichen, die uns spüren lassen, dass Kirche lebendig wird, dass das Streben nach Gerechtigkeit Zukunft hat.
 
Es war nach diesem freundlichen Auftakt auch um vieles leichter, wieder in den Sternsinger-Alltag zurückzukehren und wieder von Tür zu Tür zu wandern – auch weil die Sehnsucht nach unserer Botschaft hoch oben spürbar geworden war. BR
Fotos: ÖBB Michael Posch
 

Ein Stern, eine Kassa, drei Könige, einE BegleiterIn

Ein Stern, eine Kassa, drei Könige, einE BegleiterIn

Ein Stern, eine Kassa, drei Könige, einE BegleiterIn – los geht’s
 
„Barbara, heute waren wir in einem Haus, da hat niemand einfach die Tür zugemacht, da haben alle, die das Sternsingen abgelehnt haben, „Nein, danke“ gesagt.“ Und so schön ich es finde, dass unsere Sternsinger die Freundlichkeit der Ablehnung als etwas Positives mitnehmen, so sehr zeigt es auf, wie schwierig diese Aktion in unserem Pfarrgebiet geworden ist.
Trotzdem – die Freude und der Eifer mit dem sich die Kinder und Jugendlichen auf den Weg machten, macht viel davon wieder wett.
Zum Mittagessen versammelten sie sich und – vielen Dank an Karin Meller und Martina Thaler für das wunderbare Mittagessen – dabei erzählten sie und konnten nicht genug überlegen, wann es wo welche Erlebnisse gab.
Waren es am Vormittag noch die erfahreneren Könige, die sich auf den Weg durch unser Gemeindegebiet machten, um die Nachricht von der Geburt Jesu zu verbreiten, so erschienen am Nachmittag die neuen, noch ganz gespannt neugierigen Könige. Da hieß es dann: Wenn noch mehr kleine Könige kommen, wird es mit den Kleidern schwierig, die Gürtel sind zu lang, die Turbane zu groß, … – egal, wir hoffen trotzdem, dass morgen die noch kleinen KönigInnen wieder kommen und wünschen uns offene Türen und Herzen!
 
BR

Ihr Kinder herkommet – Jesus ist geboren!

Ihr Kinder herkommet – Jesus ist geboren!

Ihr Kinder herkommet – Jesus ist geboren!
 
Recht forsch wurde das Jesuskind von Theo in die Krippe gebracht. Gewohnt liebliche Puppenmütter zu sehen, die sorgsam das Baby noch ein wenig schaukeln, bevor sie es hineinlegen, nahm er das Kind bei den Armen und schwupps, war es in der Krippe.
 
Wie es üblich ist in der Pfarrkirche St. Johann wurde der Hl. Abend mit der Krippenlegungsfeier begonnen. Es ist dies eine stimmungsvolle, ruhige und gleichzeitig ganz lebendige und aufregende Feier, warten doch alle gespannt auf das Christkind.
 
Die große Sehnsucht nach Frieden, nach Geborgenheit, die Bitte um Hilfe und Begleitung, den Dank für alles, was wir an Gutem erleben dürfen – all das wurde im Zeichen des Friedenslichtes aus Betlehem, an dem wir unsere Kerzen anzünden konnten, sichtbar. Nicht nur das Kerzenlicht, auch die Liebe, die zu spüren war, wärmet von innen und außen.
 
Mette in St. Johann
Milliarden Jahre waren vergangen, seit Gott im Anfang Himmel und Erde geschaffen;
Millionen Jahre, seit er den Menschen gebildet; …..
im zweiundvierzigsten Regierungsjahr des Kaisers Octavianus Augustus, als auf dem ganzen Erdkreis Friede war; im sechsten Zeitalter der Welt;
vor zweitausend Jahren: Da wollte Jesus Christus, ewiger Gott und Sohn des ewigen Vaters, Gott von Gott und Licht vom Licht, die Welt heiligen durch seine liebevolle Ankunft….
 
Mit diesen Worten wurde die Geburt Jesu, das Weihnachtsfest, in der Mette in der dunklen Kirche angekündigt. Der ganze Erdkreis stimme ein in die Worte „Kommt, lasset uns anbeten“.
Feierlich, liebevoll, stimmungsvoll, emotional, berührend, sanft, tröstlich, wahrnehmend, … eine ganze Reihe von Eigenschaftswörtern reicht nicht, um auszudrücken, was in dieser Nacht zu spüren ist – Gott wird Mensch, er macht sich klein, um in uns zu sein. Er kommt als Kind, offen in aller Liebe und für alle Liebe. Dankbar und fröhlich durften wir gemeinsam dieses Geschenk, dieses Geheimnis feiern.
Weihnachtszucker, das Geschenk an alle Mitfeiernden soll uns die nächste Zeit versüßen und die Freude über die Geburt leiblich werden lassen.         BR
 

Als Gottes Kind geboren ward,  … da hat der Himmel die Erde geküsst…

Als Gottes Kind geboren ward,  … da hat der Himmel die Erde geküsst…

Als Gottes Kind geboren ward,  … da hat der Himmel die Erde geküsst…
 
Fast hat es sich so angefühlt, als am Freitagabend 50 obdachlose Menschen zur Vorweihnachtsfeier ins Pfarrhaus am Keplerplatz kamen.
Schon seit Mittag wurde geschmückt, gekocht, vorbereitet, ein reges Treiben, bei dem viele mithalfen, die Sr. Sylwia um sich versammelt hat. Der Pfarrsaal war zu einem Weihnachtszimmer verwandelt, strahlte Wärme und Hoffnung aus.
Das spürten auch die vielen Menschen, die gekommen waren, um miteinander sich der Botschaft zu erinnern: Gott ist geboren, in einem kleinen Menschenkind kommt, zu suchen, zu retten, zu heilen, zu trösten.
Das Weihnachtsevangelium wurde vorgelesen, miteinander und füreinander gebetet. Dann gab es das Essen – ein Fest für alle, die sonst nicht jeden Tag satt zu essen haben. Ein Fest für alle, die niemanden haben, der sie umsorgt. Ein Fest für alle, die sonst darauf schauen, dass ihnen niemand etwas wegnimmt, weil sie nicht genug haben. Ein Fest für alle, die sonst schnell und einsam essen. Aber auch: ein Fest für die, die vorbereitet hatten und jetzt dieses Miteinander-Leben spüren konnten.
Nach dem Essen wurden Weihnachtslieder angestimmt – polnisch und deutsch gleichzeitig gesungen.
 
Ein großes Danke ist zu sagen:
Goretti Sznajder, der Initiatorin dieser Feier, die unermüdlich organisierte, Briefe schrieb, Spenden sammelte,
P. Matthias Felber, der dafür ein offenes Ohr und Herz für Menschen in Not hat,
Sr Sylwia von den Franziskanerinnen der Mutter Gottes von der Immerwährenden Hilfe, die den Saal in einen Weihnachtsfestsaal verwandelt hatte,
allen, die dazu beigetragen haben, dass jeder und jedem, der mitgefeiert hat, ein Weihnachtsgeschenk überreicht werden konnte: praktische Dinge wie Socken, Schal, Handschuhe – aber auch Süßigkeiten.
Weihnachten – mehr als das Notwendige, Liebe im Überfluss.
Manfred Scheuer, der Bischof von Linz sagt es so: An Weihnachten werden die Brüche des Lebens nicht verdrängt, sondern gewandelt.
 
BR

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