Hl. Leopold 15.11.

Hl. Leopold 15.11.

Hl. Leopold 15.11.
Die Pfarrkanzlei ist geschlossen – da können wir uns auf die Spuren des Hl. Leopld machen.
 
Um 1075 geboren, wurde er bereits mit 20 Jahren Markgraf von Österreich. Er heiratete Agnes, die Schwester von Kaiser Heinrich V. Die Bedeutung Österreichs wuchs durch diese Verbindung. Mit seiner Ehefrau bekam er 18 Kinder. In allen Reformen, die er anstrebte, war sein Handeln friedlich, er verzichtete auf die Kaiserkrone, um den Frieden für Österreich zu sichern. Die Beinamen „der Fromme“ und „der Milde“ gehen zurück auf seine großzügigen Gaben und sein Sorgen für Frieden und Gerechtigkeit.
 
Schleierlegende
Durch einen starken Windstoß wurde Agnes an ihrem Hochzeitstag der Brautschleier weggeweht. Ohne Erfolg ließ Leopold das Gebiet rund um die Burg absuchen. Schließlich versprach er, wenn der Schleier gefunden werde, an dem Ort eine Kirche bauen zu lassen. Sieben Jahre später wurde der Schleier unversehrt gefunden – an einem Holunderstrauch. Leopold ließ das Stift Klosterneuburg erbauen. Schleier und Strauch sind bis heute ausgestellt in Klosterneuburg.
 
Während eines Besuchs des Leopldimarktes in Klosterneuburg ist in der Woche
vom 11.-17.11.2019 die Schädelreliquie zu sehen. Wünsche erfüllen sich, wenn man über das 4m hohe und 5m lange Fass rutscht.

Fest der Stärkung – Krankensalbung

Fest der Stärkung – Krankensalbung

Fest der Stärkung – Krankensalbung
„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stärke dich, in seiner Gnade richte er dich auf“.
 
Krankheit versetzt uns Menschen in eine ungewohnte Situation: wir werden herausgerissen aus unserem Alltag, sind auf die Hilfe anderer angewiesen und erfahren die Brüchigkeit unseres Daseins. In diesen Zeiten brauchen Menschen die besondere Zusage der Nähe und der Stärkung Gottes.
 
“Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten.” 
(Jak 5,14-15)
 
Ein Zeichen dafür, eine Hilfe, ist das Sakrament der Krankensalbung. Durch einfache, bekannte Gesten wird spürbar gemacht, dass Gott da ist, dass er in uns wirkt.
Handauflegung: das ist uns aus dem Alltag bekannt, wenn ich jemanden bestärken möchte, lege ich meine Hand auf seine Schulter, um ihm spürbar zu zeigen: Du bist nicht allein.
 
Salbung: eine weitere Handlung, die mir aus dem Alltag bekannt ist: bei Verletzungen, bei Schmerzen, zur Pflege und auch um mich schön zu fühlen, werde ich gesalbt. Bei der Krankensalbung werden Stirn und Hände gesalbt mit dem Begleitwort: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stärke dich, in seiner Gnade richte er dich auf“.
Krankensalbung ist ein Sakrament des Lebens: als Hilfe zur Stärkung zur Genesung und als Zeichen der Hoffnung auf ein neues Leben im Geheimnis des Todes. Die Krankensalbung ist ein Sakrament, das mehrmals empfangen werden kann.
 
Feier der Krankensalbung – Fest der Stärkung
Samstag, 16. November 2019
14:30 Uhr, Kirche St. Johann Ev., Keplerplatz
Anschließend laden wir zu einer Jause ins Pfarrhaus ein.
 
BR

Laternen und Gänse,

Laternen und Gänse,

Laternen und Gänse, vielleicht noch ein halber Mantel – das verbinden wir, wenn wir
St. Martin hören. Kinder, die durch dunkle Straßen ziehen, mit kleinen Lichtern in den Händen, die uns die Chancen des Lichtbringens zeigen können.
Martin, der seinen halben Mantel hergab – er hat nicht begonnen eine Organisation aufzubauen, er hat nicht einmal überlegt, dass ein halber Mantel ja niemals genug sein kann. Er hat gehandelt, getan – und erst im Nachhinein hat sich, der Legende nach, Christus ihm zu erkennen gegeben. Erst dann hat er sich für das Christentum interessiert. Erst dann hat er sich taufen lassen. Erst dann – nach seinem Tun.
Vielleicht ist es das, was er uns auch jetzt immer noch mitgeben kann – „Tu – und du kannst Christus finden! Handle – und das Reich Gottes beginnt mit dir zu wachsen!“
 
Martin ist um 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger in Ungarn, geboren, und am
8. November 397 in Candes bei Tours in Frankreich gestorben. Er war Sohn eines römischen Tribuns und trat bereits im Alter von 15 Jahren auf dessen Wunsch hin in die Armee ein.
Nach der Begegnung mit dem Bettler, dem er seinen halben Mantel gab, verließ er unter Schwierigkeiten das Heer, ließ sich taufen und lebte vorerst als Einsiedler.
360 gründete er ein Kloster, wo er weiter als Mönch ein zurückgezogenes Leben führen wollte. Doch er war bei den Menschen ein gesuchter Ratgeber, Helfer und seine guten Taten machten ihn bekannt. So wurde er zum Bischof von Tours gewählt.
397 starb er und wurde am 11. November begraben. Er ist der erste Heilige, der verehrt wurde, obwohl er kein Märtyrer war.
 
In der Tradition steht der heilige Martin für Frieden und für Solidarität mit Randgruppen. Er ist der Patron der Bettler, der Geächteten, Kriegsdienstverweigerer und des Burgenlandes.
 

„Ich geh mit meiner Laterne …“

„Ich geh mit meiner Laterne …“

„Ich geh mit meiner Laterne …?” sangen die Kindergartenkinder von der CASA gemeinsam mit der Gemeinde und den Erstkommunionkindern und spielten uns die Geschichte vom Heiligen Martin vor?
Er teilte seinen Mantel mit einem Bettler – auch wir sind aufgefordert, mit anderen zu teilen.

 

Kommt, folgt mir nach!

Kommt, folgt mir nach!

Kommt, folgt mir nach!

19 Kinder und ihre Eltern sind der Einladung Jesu gefolgt und haben sich auf den Weg gemacht. Gemeinsam suchen sie Jesus besser kennenzulernen, stellen sie Fragen (viele!), singen, beten und glauben sie. – Die Erstkommunionvorbereitung in St. Johann hat begonnen. – Gerufen sein von Jesus – nicht nur in die Kirche gehen, sondern selbst Kirche sein – das hat uns bei unserem ersten Treffen beschäftigt. 

Kinder und Eltern starteten mit einem gemeinsamen Segensgebet im Pfarrhaus – und mit der Zusage der Eltern, dass sie die Kinder auf diesem Weg begleiten werden – dann durften die Eltern gehen – und die Kinder machten sich auf, die Kirche zu erkunden. Unglaublich viel gab es zu entdecken, zu schauen, zu fragen und zu suchen. 

Zurück im Pfarrhaus durften wir uns stärken – dann ging es gleich weiter. 
An verschiedenen Stationen beschäftigten wir uns mit dem Thema gerufen sein: 

Da wurden Boote gebastelt – Jesus rief zuerst Fischer und versprach ihnen, sie zu Menschenfischern zu machen
Kerzen verziert – wir bitten Menschen aus unserer Gemeinde, uns mit ihren Gebeten zu begleiten
Rätsel gelöst – wie heißt denn unsere Kirche eigentlich – und hat der Pfarrer einen anderen Namen als die Pfarre – wie heißen denn die Gegenstände in der Kirche richtig – Ampel oder Ambo oder doch ganz anders – 
…..
Müde und froh, erschöpft und doch glücklich, zufrieden und gespannt wie es weitergeht, machten sich Kinder und Erwachsene mit dem Lied „Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott“ auf den Weg durch das Dunkle nach Hause. BR

„Ein roter Kokosläufer…“

„Ein roter Kokosläufer…“

„Ein roter Kokosläufer…“
 
Gedenken am Humboldtplatz am 6. November 2019 – Impressionen
 
Das Gedenken anlässlich der Pogromnacht und der Zerstörung der Vereinssynagoge am Humboldtplatz im Jahr 1938 wurde zu einem beeindruckenden Statement des gelingenden gesellschaftlichen Zusammenlebens in Favoriten.
Bezirksvorsteher Marcus Franz und die Interreligiöse Dialoggruppe Favoriten hatten dazu eingeladen.
 
In den Begrüßungsworten von Bezirksvorsteher Marcus Franz und in den Worten von Historikerin Mag.a Shoshana Duizend-Jensen
wurden die Ereignisse der Nacht auf den 10. November 1938 lebendig.
So berichtete die Historikerin unter anderem davon, dass viele Menschen aus Favoriten sich an der Plünderung des Tempels beteiligt hatten. Alles, was sie tragen  konnten, Möbel, Besteck, einen langen roten Kokosläufer, hatten sie weggeschleppt. In den Morgenstunden des 10. November war der Tempel gesprengt worden.
Die Feuerwehr war angewiesen worden, die Nachbargebäude vor dem Feuer zu schützen.
Das religiöse und kulturelle Zentrum des Israelitischen Tempel- und Schulvereins für den 10. Bezirk, dem auch ein Israelitischer Frauen Wohltätigkeitsverein, ein Humanitätsverein für Favoriten und eine Kinderbewahranstalt der zionistischen Bezirkssektion Favoriten angehörten, war vollständig zerstört worden.
Oberrabbiner Mag. Schlomo Hofmeister antwortete auf diese historischen Ausführungen mit einem gesungenen Gebet für die Opfer des NS-Terrors, für die Opfer von Dachau, Auschwitz, Birkenau, Bergen-Belsen und Majdanek….. 
Die klare Aufforderung, heute in Favoriten in Dialog und Offenheit  miteinander zu leben,  wurde von Dechant Pfarrer Mag. Matthias Felber und  Imam Ibrahim Olgun ausgesprochen. Olgun betonte, dass der Schutz des Lebens der Menschen und auch der Schutz der Gotteshäuser im Islam verankert sind.
„Niemals wieder!“ war das einstimmige Bekenntnis aller.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Einladung von Moderator Stefan Almer, eine weiße Rose auf das Mahnmal zu legen, angenommen.
 
Die Rede von Dechant Pfarrer Matthias Felber können Sie hier nachlesen.

Werdet,  was ihr schon seid

Werdet, was ihr schon seid

Werdet,  was ihr schon seid
 
In der Eucharistiefeier zum  heutigen Allerheiligenfest legte uns P. Hans in seiner Predigt die Schrift aus.
Beginnend mit einem Zitat von Blaise Pascal: „ Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen.“  –  weist er uns darauf hin, dass es nicht nur die offiziellen Heiligen gibt, sondern wir alle gemeint sind.
Er erwähnt das Schreiben von Papst Franziskus über die Heiligkeit, in dem er von den „Heiligen nebenan“  spricht –  Eltern, die ihre Kinder in Liebe begleiten, Männer und Frauen, die für ihre Familien sorgen. Menschen, die nicht müde werden, sich für andere einzusetzen. Wir alle kennen solche Menschen von nebenan, die ein Widerschein der Gegenwart Gottes sind.
P. Hans spricht weiter über die Taufe, wo wir  die Zusage erhalten haben, Kinder Gottes zu sein –  eine große Ermutigung und der Beginn einer Verwandlung.
Denn Liebe verwandelt immer und führt zum Guten.
Er schließt mit einem Wort der Kirchenväter: „ Werdet, was ihr schon seid!“
Wir danken dir für deine Impulse,  die uns aufrütteln wollen.

UZ

Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht

Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht

Bezirksvorsteher Marcus FRANZ und
die Interreligiöse Dialoggruppe Favoriten laden ein zur
 
          Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht
          und der Zerstörung der Vereinssynagoge
          am Humboldtplatz im Jahr 1938.
 
          Mittwoch, 6. November um 17.00 Uhr
          Wien 10., Humboldtplatz 7
 
 
         *Eröffnung beim Denkmal für die Synagoge
          am Humboldtplatz
         *Chor Curiositas – An´im smirot (Schir hakawod)
         *Begrüßung durch BV Marcus FRANZ
         *Oberrabbiner Mag. Schlomo Hofmeister
         *Chor Curiositas – Tsur Mishelo
         *Historikerin Mag.a Shoshana Duizend-Jensen
         *Dechant Pfarrer Mag. Matthias Felber
         *Imam Ibrahim Olgun
         *Chor Curiositas – Oseh schalom bimromav
 
        Wir laden Sie alle sehr herzlich zur Teilnahme ein!