Wer ist mein Nächster?

Wer ist mein Nächster?

Wer ist mein Nächster?
 
Unser 2. Vormittag mit den EK-Kindern widmete sich gleich drei Themen:
Gebet – unsere Kirche – mein Nächster
Was bedeutet Beten und wie können wir mit Gott sprechen?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Gruppe der Kinder und hörte auch vom Gebet, das uns Jesus gelehrt hat – dem Vater Unser.
 In der nächsten Gruppe bastelten die Kinder einen Gebetswürfel, der sie erinnert, zu verschiedenen Anlässen oder Tageszeiten z.B.  morgens, vor dem Essen oder Einschlafen, zu beten.

Bei der 3. Station sahen wir einen Kurzfilm über die Erzählung vom barmherzigen Samariter und auf die Frage: Wer ist mein Nächster? – fanden wir gemeinsam im Gespräch diese Antwort:
Immer der Mensch, der jetzt gerade da ist und meine Hilfe braucht.
Nach einer Pause und Stärkung wurden wir von Ottmar, einer Eule und Kira, einer Ente eingeladen
unsere Kirche kennenzulernen. Die Kinder bildeten Forscherteams und gingen unbekümmert auf Entdeckungsreise.
Verschiedene liturgische Geräte und Gewänder, Einrichtungsgegenstände und besondere Orte, wie den Tabernakel gab es zu finden und kennenzulernen.

Schließlich wurden alle  richtige  Kirchenexperten, selbst die Erwachsenen lernten noch so manches dazu. UZ

Heilige Elisabeth von Thüringen

Heilige Elisabeth von Thüringen

Heilige Elisabeth von Thüringen

Elisabeth wurde 1207 als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. und seiner Frau Gertrude geboren. Bereits mit 4 Jahren wurde sie mit dem späteren Landgrafen von Thüringen, Ludwig IV. verlobt und lebte von da an in Eisenach. Mit 14 Jahren heirateten Elisabeth und Ludwig. Ihre Ehe, obwohl arrangiert, wird in allen Quellen als sehr glücklich beschrieben.

Eine Frau, die nicht wegschaut
Das Verhalten Elisabeths hingegen sorgte bei den Verwandten für Missfallen. Elisabeth
kümmerte sich nämlich um die Armen des Landes. Sie ließ keine Gelegenheit aus, selbst für die Kranken zu sorgen und brachte Brot in die Elendsviertel. So verschenkte sie auch Getreidevorräte und ihr Vermögen, ohne die Zustimmung ihres Mannes abzuwarten.

Brot und Rosen
Aus diesem Tun, das beobachtet, kritisiert und auch abgelehnt wird, entsteht die berühmteste Legende, die uns überliefert ist:

Das Rosenwunder
Eines Tages kam ihr auf ihrem Weg zu den Armen ihr Mann Ludwig entgegen. Er fragte, was sie denn in dem Korb trage. Als sie daraufhin das Tuch, das sie über den Korb gelegt hatte, vor seinen Augen anhob, waren aus den Brotlaiben Rosen geworden.

Die Geschichte erzählt weiter, dass Ludwig ab diesem Tag das Tun Elisabeths unterstützte – bis er sechs Jahre nach der Hochzeit starb.

Vertrieben, verlassen – den Armen treu
Für Elisabeth kam eine schwere Zeit – Heinrich Raspe, der Bruder Ludwigs, forderte von ihr, sie solle ihre Hilfe für die Armen beenden oder sie müsse, ohne ihr Erbe, die Wartburg verlassen. Elisabeths zog daraufhin nach Marburg, wo sie ein Hospital gründete, in dem vor allem jene Menschen gepflegt wurden, die aufgrund ihrer Armut sonst keine Unterstützung gehabt hätten.

Früher Tod – schnelle Heiligsprechung
Elisabeth starb am 17. November 1231 im Alter von nur 24 Jahren und wurde zwei Tage später in der Kapelle des Hospitals bestattet.
Nur vier Jahre später, am 27. Mai 1235, erfolgte ihre Heiligsprechung.

Elisabeth ist die Patronin der Caritas-Vereinigungen, der Bäcker, Spitzenmacherinnen, Witwen und Waisen, der unschuldig Verfolgten, Bettler, Kranken und Not leidenden Menschen.

Sie ist ein Vorbild für alle, die bereit sind, sich einzusetzen für die Armen unserer Welt: ihre Spiritualität in Verbindung mit Hingabe und Willensstärke.

WELTTAG DER ARMEN

Radikal sorgte Elisabeth von Thüringen für die Belange der Armen. Das kostete sie letztendlich den Anschluss an die Familie und auch ihre Gesundheit. Und trotzdem haben sich die Vereinigungen, die sich einsetzen für die Hilfsbedürftigen und Armen, gerade sie als Patronin gewählt und tragen viele Einrichtungen ihren Namen.

Da riefen ein Armer und der Herr erhörte ihn. Ps 34,7

Darauf stützt sich die Botschaft des Papstes, der 2017 zum ersten Welttag der Armen aufrief. Ganz klar schreibt er: „Uns ist die große Schwierigkeit bekannt, in der heutigen Welt die Armut auf klare Weise zu identifizieren. Und doch fordert sie uns tagtäglich heraus, indem sie uns mit tausenden Gesichtern anschaut, die gezeichnet sind von Schmerz, Ausgrenzung, Missbrauch, Gewalt, Folter, Gefängnis, von Krieg, vom Entzug von Freiheit und Würde, fehlenden Bildungschancen und Analphabetismus, Gesundheitsnotlagen und Arbeitslosigkeit, Menschenhandel, Sklaverei, Exil, Elend und erzwungener Migration. Die Armut hat das Gesicht von Frauen, Männern und Kindern, die aus niederträchtigen Interessen ausgebeutet werden, niedergetrampelt von der perversen Logik der Macht und des Geldes.“ (Papst Franziskus)

Papst Franziskus hat die Gläubigen dazu aufgerufen, dass sie konkret auf Arme in ihrer Nachbarschaft zugehen und ihnen nahe kommen sollen. Zusätzlich haben die Bischöfe beschlossen, dass am “Welttag der Armen” in allen österreichischen Diözesen eine Spendensammlung durch die Caritas durchgeführt wird. Diese in Österreich bereits traditionelle Sammlung am Elisabethsonntag, dem Gedenktag der Schutzpatronin der Caritas, soll helfen, die Not in unserem Land zu lindern.
Die Caritassammlung wird am 18.11.2018 abgehalten.
Vgl. Erklärung der Österreichischen Bischofskonferenz

Hl. Leopold 15.11.

Hl. Leopold 15.11.

Hl. Leopold 15.11.
Die Pfarrkanzlei ist geschlossen – da können wir uns auf die Spuren des Hl. Leopld machen.
 
Um 1075 geboren, wurde er bereits mit 20 Jahren Markgraf von Österreich. Er heiratete Agnes, die Schwester von Kaiser Heinrich V. Die Bedeutung Österreichs wuchs durch diese Verbindung. Mit seiner Ehefrau bekam er 18 Kinder. In allen Reformen, die er anstrebte, war sein Handeln friedlich, er verzichtete auf die Kaiserkrone, um den Frieden für Österreich zu sichern. Die Beinamen „der Fromme“ und „der Milde“ gehen zurück auf seine großzügigen Gaben und sein Sorgen für Frieden und Gerechtigkeit.
 
Schleierlegende
Durch einen starken Windstoß wurde Agnes an ihrem Hochzeitstag der Brautschleier weggeweht. Ohne Erfolg ließ Leopold das Gebiet rund um die Burg absuchen. Schließlich versprach er, wenn der Schleier gefunden werde, an dem Ort eine Kirche bauen zu lassen. Sieben Jahre später wurde der Schleier unversehrt gefunden – an einem Holunderstrauch. Leopold ließ das Stift Klosterneuburg erbauen. Schleier und Strauch sind bis heute ausgestellt in Klosterneuburg.
 
Während eines Besuchs des Leopldimarktes in Klosterneuburg ist in der Woche
vom 11.-17.11.2019 die Schädelreliquie zu sehen. Wünsche erfüllen sich, wenn man über das 4m hohe und 5m lange Fass rutscht.

Fest der Stärkung – Krankensalbung

Fest der Stärkung – Krankensalbung

Fest der Stärkung – Krankensalbung
„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stärke dich, in seiner Gnade richte er dich auf“.
 
Krankheit versetzt uns Menschen in eine ungewohnte Situation: wir werden herausgerissen aus unserem Alltag, sind auf die Hilfe anderer angewiesen und erfahren die Brüchigkeit unseres Daseins. In diesen Zeiten brauchen Menschen die besondere Zusage der Nähe und der Stärkung Gottes.
 
“Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten.” 
(Jak 5,14-15)
 
Ein Zeichen dafür, eine Hilfe, ist das Sakrament der Krankensalbung. Durch einfache, bekannte Gesten wird spürbar gemacht, dass Gott da ist, dass er in uns wirkt.
Handauflegung: das ist uns aus dem Alltag bekannt, wenn ich jemanden bestärken möchte, lege ich meine Hand auf seine Schulter, um ihm spürbar zu zeigen: Du bist nicht allein.
 
Salbung: eine weitere Handlung, die mir aus dem Alltag bekannt ist: bei Verletzungen, bei Schmerzen, zur Pflege und auch um mich schön zu fühlen, werde ich gesalbt. Bei der Krankensalbung werden Stirn und Hände gesalbt mit dem Begleitwort: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stärke dich, in seiner Gnade richte er dich auf“.
Krankensalbung ist ein Sakrament des Lebens: als Hilfe zur Stärkung zur Genesung und als Zeichen der Hoffnung auf ein neues Leben im Geheimnis des Todes. Die Krankensalbung ist ein Sakrament, das mehrmals empfangen werden kann.
 
Feier der Krankensalbung – Fest der Stärkung
Samstag, 16. November 2019
14:30 Uhr, Kirche St. Johann Ev., Keplerplatz
Anschließend laden wir zu einer Jause ins Pfarrhaus ein.
 
BR

Laternen und Gänse,

Laternen und Gänse,

Laternen und Gänse, vielleicht noch ein halber Mantel – das verbinden wir, wenn wir
St. Martin hören. Kinder, die durch dunkle Straßen ziehen, mit kleinen Lichtern in den Händen, die uns die Chancen des Lichtbringens zeigen können.
Martin, der seinen halben Mantel hergab – er hat nicht begonnen eine Organisation aufzubauen, er hat nicht einmal überlegt, dass ein halber Mantel ja niemals genug sein kann. Er hat gehandelt, getan – und erst im Nachhinein hat sich, der Legende nach, Christus ihm zu erkennen gegeben. Erst dann hat er sich für das Christentum interessiert. Erst dann hat er sich taufen lassen. Erst dann – nach seinem Tun.
Vielleicht ist es das, was er uns auch jetzt immer noch mitgeben kann – „Tu – und du kannst Christus finden! Handle – und das Reich Gottes beginnt mit dir zu wachsen!“
 
Martin ist um 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger in Ungarn, geboren, und am
8. November 397 in Candes bei Tours in Frankreich gestorben. Er war Sohn eines römischen Tribuns und trat bereits im Alter von 15 Jahren auf dessen Wunsch hin in die Armee ein.
Nach der Begegnung mit dem Bettler, dem er seinen halben Mantel gab, verließ er unter Schwierigkeiten das Heer, ließ sich taufen und lebte vorerst als Einsiedler.
360 gründete er ein Kloster, wo er weiter als Mönch ein zurückgezogenes Leben führen wollte. Doch er war bei den Menschen ein gesuchter Ratgeber, Helfer und seine guten Taten machten ihn bekannt. So wurde er zum Bischof von Tours gewählt.
397 starb er und wurde am 11. November begraben. Er ist der erste Heilige, der verehrt wurde, obwohl er kein Märtyrer war.
 
In der Tradition steht der heilige Martin für Frieden und für Solidarität mit Randgruppen. Er ist der Patron der Bettler, der Geächteten, Kriegsdienstverweigerer und des Burgenlandes.
 

„Ich geh mit meiner Laterne …“

„Ich geh mit meiner Laterne …“

„Ich geh mit meiner Laterne …?” sangen die Kindergartenkinder von der CASA gemeinsam mit der Gemeinde und den Erstkommunionkindern und spielten uns die Geschichte vom Heiligen Martin vor?
Er teilte seinen Mantel mit einem Bettler – auch wir sind aufgefordert, mit anderen zu teilen.

 

Kommt, folgt mir nach!

Kommt, folgt mir nach!

Kommt, folgt mir nach!

19 Kinder und ihre Eltern sind der Einladung Jesu gefolgt und haben sich auf den Weg gemacht. Gemeinsam suchen sie Jesus besser kennenzulernen, stellen sie Fragen (viele!), singen, beten und glauben sie. – Die Erstkommunionvorbereitung in St. Johann hat begonnen. – Gerufen sein von Jesus – nicht nur in die Kirche gehen, sondern selbst Kirche sein – das hat uns bei unserem ersten Treffen beschäftigt. 

Kinder und Eltern starteten mit einem gemeinsamen Segensgebet im Pfarrhaus – und mit der Zusage der Eltern, dass sie die Kinder auf diesem Weg begleiten werden – dann durften die Eltern gehen – und die Kinder machten sich auf, die Kirche zu erkunden. Unglaublich viel gab es zu entdecken, zu schauen, zu fragen und zu suchen. 

Zurück im Pfarrhaus durften wir uns stärken – dann ging es gleich weiter. 
An verschiedenen Stationen beschäftigten wir uns mit dem Thema gerufen sein: 

Da wurden Boote gebastelt – Jesus rief zuerst Fischer und versprach ihnen, sie zu Menschenfischern zu machen
Kerzen verziert – wir bitten Menschen aus unserer Gemeinde, uns mit ihren Gebeten zu begleiten
Rätsel gelöst – wie heißt denn unsere Kirche eigentlich – und hat der Pfarrer einen anderen Namen als die Pfarre – wie heißen denn die Gegenstände in der Kirche richtig – Ampel oder Ambo oder doch ganz anders – 
…..
Müde und froh, erschöpft und doch glücklich, zufrieden und gespannt wie es weitergeht, machten sich Kinder und Erwachsene mit dem Lied „Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott“ auf den Weg durch das Dunkle nach Hause. BR

„Ein roter Kokosläufer…“

„Ein roter Kokosläufer…“

„Ein roter Kokosläufer…“
 
Gedenken am Humboldtplatz am 6. November 2019 – Impressionen
 
Das Gedenken anlässlich der Pogromnacht und der Zerstörung der Vereinssynagoge am Humboldtplatz im Jahr 1938 wurde zu einem beeindruckenden Statement des gelingenden gesellschaftlichen Zusammenlebens in Favoriten.
Bezirksvorsteher Marcus Franz und die Interreligiöse Dialoggruppe Favoriten hatten dazu eingeladen.
 
In den Begrüßungsworten von Bezirksvorsteher Marcus Franz und in den Worten von Historikerin Mag.a Shoshana Duizend-Jensen
wurden die Ereignisse der Nacht auf den 10. November 1938 lebendig.
So berichtete die Historikerin unter anderem davon, dass viele Menschen aus Favoriten sich an der Plünderung des Tempels beteiligt hatten. Alles, was sie tragen  konnten, Möbel, Besteck, einen langen roten Kokosläufer, hatten sie weggeschleppt. In den Morgenstunden des 10. November war der Tempel gesprengt worden.
Die Feuerwehr war angewiesen worden, die Nachbargebäude vor dem Feuer zu schützen.
Das religiöse und kulturelle Zentrum des Israelitischen Tempel- und Schulvereins für den 10. Bezirk, dem auch ein Israelitischer Frauen Wohltätigkeitsverein, ein Humanitätsverein für Favoriten und eine Kinderbewahranstalt der zionistischen Bezirkssektion Favoriten angehörten, war vollständig zerstört worden.
Oberrabbiner Mag. Schlomo Hofmeister antwortete auf diese historischen Ausführungen mit einem gesungenen Gebet für die Opfer des NS-Terrors, für die Opfer von Dachau, Auschwitz, Birkenau, Bergen-Belsen und Majdanek….. 
Die klare Aufforderung, heute in Favoriten in Dialog und Offenheit  miteinander zu leben,  wurde von Dechant Pfarrer Mag. Matthias Felber und  Imam Ibrahim Olgun ausgesprochen. Olgun betonte, dass der Schutz des Lebens der Menschen und auch der Schutz der Gotteshäuser im Islam verankert sind.
„Niemals wieder!“ war das einstimmige Bekenntnis aller.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Einladung von Moderator Stefan Almer, eine weiße Rose auf das Mahnmal zu legen, angenommen.
 
Die Rede von Dechant Pfarrer Matthias Felber können Sie hier nachlesen.