In dieser Ausnahmezeit,

In dieser Ausnahmezeit,

In dieser Ausnahmezeit, in der uns Sorgen, Ängste und Krankheit quälen, in der uns die Nähe von anderen fehlt oder auch manchmal zu eng ist, brauchen wir mitunter jemanden von außen, der zuhört, der berät, der hilft.

Telefonseelsorge: 142
Rat auf Draht: 147
Polizeinotruf: 133
Frauenhaus: 05 / 77 22
https://www.frauenhaeuser-wien.at/hilfe.htm
Frauenhelpline: 0800 | 222 555
24-Stunden Frauennotruf: 01 71 71 9

Lichter der Hoffnung und der Dankbarkeit

Lichter der Hoffnung und der Dankbarkeit

Lichter der Hoffnung und der Dankbarkeit
Eine Woche dieses Ausnahmezustands ist vorbei. Ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie sind gesund. 
Es ist eine ganz neue Erfahrung, nicht mehr alles in der Hand zu haben, wie wir es sonst meinen zu haben. Dass Abstand lebensrettend ist, widerspricht allem, was wir empfinden und gelernt haben. 
Unsere Gottesdienste sind ja immer noch abgesagt, aber vielleicht gelingt es uns, aneinander zu denken und auf diese Art Verbindung zu halten. Es gibt von den christlichen Kirchen die Idee, jeden Abend um 20.00 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen und das Vater unser zu beten, miteinander mit Ihrer Familie, Ihren Kindern. Ein Vater unser für die Menschen, um die wir uns sorgen, für die, denen wir danken, für uns selbst in dieser unsicheren Zeit. 
 
Wir haben es schon begonnen, machen Sie mit!
BR
 
 
 

P. Matthias Felber: Liebe Freunde aus unserer Pfarre Zum Göttlichen Wort, seid herzlich gegrüßt!

P. Matthias Felber: Liebe Freunde aus unserer Pfarre Zum Göttlichen Wort, seid herzlich gegrüßt!

Liebe Freunde aus unserer Pfarre Zum Göttlichen Wort,
seid herzlich gegrüßt!
 
Diese Woche war es so ruhig im Pfarrhaus wie selten sonst. Es gehen mir die Veranstaltungen, Gruppen und Sitzungen, besonders die gemeinsamen Gottesdienste und vor allem die vielen lieben Menschen ab, die ich während einer gewöhnlichen Woche so treffe. So manche habe ich angerufen, ein paar haben mich kontaktiert. Immer waren es wohltuende, und oft längere Gespräche.
 
Das bringt mich gleich dazu, dass ich euch ermuntern möchte, uns zu helfen. Und zwar bin ich dankbar, wenn ich (wie schon verschiedentlich geschehen) einen Hinweis (und eine Telefonnummer) bekomme, Menschen betreffend, die einsam sind, vielleicht schon älter und derzeit wenig Kontakte haben, weil sie eben in der Wohnung bleiben sollen.
So ein Hinweis kann auch an eine unserer Pfarrkanzleien erfolgen. Die sind zu den üblichen Öffnungszeiten jedenfalls besetzt.
Gerne rufen wir Seelsorger (P. Hans, P. Alphonse, P. Saverius, Cirilo Boloron und ich) dann solche Menschen an. Natürlich freuen wir uns über jede Form der Kontaktaufnahme, über jedes Lebenszeichen.
Froh bin ich, dass viele von euch untereinander Kontakt halten. Auch unsere Pfarrgemeinderäte und Gemeindeausschussmitglieder sind in dieser Hinsicht recht aktiv. Vielen Dank!
 
Wie heute von der Regierung und auch den österr. Bischöfen verlautbart, bleiben die derzeitigen Maßnahmen jedenfalls bis zum Ostermontag in Kraft.
Das bedeutet für uns als Kirche und Pfarre auch einiges. Weiterhin darf es keine Gottesdienste mit Gemeinde geben. Auch die Karwoche und das Osterfest werden wir wohl heuer so begehen müssen, ohne uns versammeln zu können. Das ist für mich noch nicht ganz vorstellbar. Aber es wird gehen und es wird einen Weg geben. Da warte ich auch noch auf Infos von Seiten der Diözese. Und es wird weitere Newsletter in dieser Form geben, um euch über Möglichkeiten des Feierns und Miteinander Verbunden Seins zu informieren.
 
Damit komme ich zu ein paar Vorschlägen, wie wir trotz Distanz miteinander verbunden sein können.
Jeden Tag feiern wir eine Hl. Messe.
Die Zeiten sind:
Sonntag 08:00 Uhr,
Montag bis Freitag 18:00 Uhr und Samstag 18:30 Uhr.
Wir geben die Zeiten deswegen bekannt, damit man sich eventuell daheim zur selben Zeit hinsetzt, eine Kerze anzündet, die Bibelstellen des Tages liest und sich so im Gebet mit der Gemeinde und mit Christus verbindet. Den Link zu den Bibelstellen der Tageslesungen findet man z.B. auf unserer Homepage (rechts, unter der Suchfunktion) oder auch hier https://www.erzabtei-beuron.de/schott
 
Einen Netzwerkgottesdienst feiern. Dazu findet ihr eine Vorlage im Anhang. Sie stammt vom Liturgiereferat der Erzdiözese. Auf der Homepage der Diözese gibt

es dazu gleich auf der Startseite rechts oben einen Link https://www.erzdioezese-wien.at
Ein paar Exemplare haben wir ausgedruckt und in unseren Kirchen zum Mitnehmen ausgelegt.
So ein Gottesdienst im Haus, im kleinen Kreis der Familie, entspricht eigentlich ganz der Spiritualität des Judentums und auch der frühen Kirche (vgl. Apostelgeschichte).
[Dankbar bin ich über Ideen, Anmerkungen und Rückmeldungen besonders zu dieser Form des Feierns in der Familie!]
 
Ich möchte noch einen „heißen“ Tipp loswerden. Gerade als Mitglied der Steyler Missionare sei es mir gestattet, auf ein sehr feines und einfaches Angebot auf unserer SVD-Homepage hinzuweisen. Eigentlich kommt es nicht einmal von uns Ordensleuten, sondern von unseren Laienpartnern, den Freunden der Steyler Missionare. Seht selbst: https://www.steyler.eu/global/news/de/2020/Beten-in-Zeiten-von-Corona.php
Ich habe mir die App „Teamup“ bereits auf mein Handy installiert und kann mich so sogar vier Mal am Tag daran erinnern lassen, dass es Zeit ist für eine kleine Pause, um sich mit anderen im Gebet zu verbinden. Aber es geht auch ohne Handy-App, einfach direkt über die Homepage (s.o.).
 
Sicherlich habt ihr über die Medien bereits gehört/gelesen, dass die Lange Nacht der Kirche heuer nicht stattfinden wird.
Auch die Erstkommunionen werden wohl verschoben werden müssen.
Ich weiß, dass so manche Taufe umgeplant werden muss und auch Hochzeiten und viele andere Feste und Feiern von den derzeitigen allgemeinen Restriktionen betroffen sind.
Es wird überall einen Weg geben!
Vielleicht wird nicht alles so gehen, wie wir es uns vorgestellt und ausgemalt haben. Aber wer weiß, gar manchmal birgt sich darin Ungeahntes, Schönes, Neues. Gott öffne uns die Augen dafür! So wie Jesus den Blindgeborenen sehend gemacht hat. Und damit alle in seinem Umfeld verblüfft hat. Besonders die, die fest davon überzeugt waren, dass gilt: einmal blind – immer blind!
 
Noch ein Hinweis: unsere Kirchen sind von 08:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr offen, auch unsere Pfarrkirche am Keplerplatz ist ganz zugängig!
 
Ich verabschiede mich für diesmal von euch. Grüße jede und jeden einzelnen von euch ganz herzlich. Und bitte darum, dass wir füreinander beten und besonders für die, die die Corona-Zeit schwer trifft!
 
Mit euch im Gebet verbunden,
P. Matthias Felber SVD
Pfarrer