Gedanken zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pfr. Ladislaus Loucky

Gedanken zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pfr. Ladislaus Loucky

Gedanken zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pfr. Ladislaus Loucky.

Österliches Leben, ewiges Leben beginnt dort, wo ich als Mensch erfahren kann, dass Gott nichts anderes will, als dass ich leben kann.
Gott engt nicht ein. Menschen sehr wohl.
Christliches Leben ist antiautoritär. Denn Christus engt nicht ein, sondern will mein Leben, hier und jetzt. Er gängelt nicht.
Wer sich zu Christus gehörig weiß, erfährt schon hier und heute, dass sein Leben unbegrenzt und ewig ist.
Ewiges Leben, ja es leuchtet uns auf, ist uns geschenkt …

 

Christi Himmelfahrt – ein Fest der Hoffnung:

Christi Himmelfahrt – ein Fest der Hoffnung:

Christi Himmelfahrt – ein Fest der Hoffnung:
Ganz bei Gott aufgenommen und angenommen sein
 
Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. (Lk 24,50-52)
 
40 Tage erschien Jesus den Jüngern und Jüngerinnen und redete mit ihnen über das Reich Gottes, über den Himmel.
Eine besondere Bedeutung hat die Zahl 40 in der Bibel. 40 Tage dauerte die Sintflut, ebenso lang zog sich Jesus in die Wüste zurück; 40 Jahre dauerte die Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste und 40 Tage war Mose auf dem Berg Sinai. Auch innerhalb des österlichen Festkreises hat die Zahl “40” eine besondere Bedeutung. So beginnt mit dem Aschermittwoch die 40tägige Fastenzeit, die – abzüglich der Sonntage – mit Ostern endet.
 
Himmelfahrt Jesu,
Himmelfahrt Marias,
auch wir – so unser Bekenntnis –
werden einst in den Himmel gelangen.
Nicht in den Himmel der Schöpfung 
sondern in den der Seele,
in den Himmel, der kein Ort,  
sondern ein Zustand der Vollkommenheit ist,
wo wir mit Leib und Seele eins sind mit Gott.
Lässt sich doch unsere Seele vom Leib nicht trennen,
weder jetzt noch später.
 
Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de

Foto: Rupprecht

Gedanken am 6. Sonntag der Osterzeit 2020 von P. Matthias Felber

Gedanken am 6. Sonntag der Osterzeit 2020 von P. Matthias Felber

Gedanken am 6. Sonntag der Osterzeit 2020 von P. Matthias Felber

Ein bissi lang ist mein letzter Beitrag zu unserer Osterserie. Ich versuche einen Bogen zu spannen von Ostern bis jetzt.
Jesus lebt, und er begegnet den Jüngerinnen und Jüngern.

Das ist uns zwar glaubende Gewissheit. Und dennoch nicht selbstverständlich.

Wie zerbrechlich sind Freundschaften und Beziehungen. Wie leicht entschwindet einem das Leben, die Freude.

Der Lebendige versichert uns seinen Beistand, den Geist der Wahrheit, seinen lebendigen Geist der Liebe …

 

Liebe Pfarrgemeinde!

Liebe Pfarrgemeinde!

Liebe Pfarrgemeinde!

In einer gemeinsamen Sitzung der Hauptamtlichen und des Pfarrleitungsteams der Pfarre Zum Göttlichen Wort haben wir uns für folgende Vorgangsweise für das gemeinsame Feiern der Gottesdienste entschieden:

Wir beginnen mit den Messen zu Pfingsten.
Zu allen Gottesdiensten ist es dringend erforderlich, dass Sie sich anmelden, weil in jeder unserer Kirchen nur eine bestimmte Anzahl von Personen zum Mitfeiern zugelassen ist. Das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung ist verpflichtend vorgeschrieben.

Anmeldungen:

 

Allerheiligste Dreifaltigkeit, Alxingergasse:  
25 Personen

Telefon: 01 604 24 53 zu den Kanzleizeiten am Keplerplatz:
Mo-Mi und Fr 08:00 – 11:00, Donnerstag, 14:00 -17:30 Uhr oder per Mail: kanzlei@zumgoettlichenwort.at

Gottesdienstzeiten zu Pfingsten:
Sonntag, 31.5.2020    9:30 Uhr Hl. Messe
Montag, 1.6.2020       9:30 Uhr Hl. Messe

5., 6. und 7. Juni 2020 Dreifaltigkeitsfest:
Freitag, 18:30 Uhr Hl. Messe
Samstag, 18:30 Uhr Hl. Messe
Sonntag, 9:30 Uhr Hl. Messe

Vom 8. Juni – 4. Juli 2020:
Freitag 18:30 Uhr Hl. Messe
Sonntag: 9:30 Uhr Hl. Messe

Ab 4. Juli 2020 gilt die Sommer-Gottesdienstordnung:
Sonntag: 9:30 Uhr

St. Johann Evangelist, Keplerplatz:
85 Personen

Tel.: 01 604 24 53 zu den Kanzleizeiten: Mo-Mi und Fr 08:00 – 11:00, Donnerstag, 14:00 -17:30 Uhr oder per Mail: kanzlei@zumgoettlichenwort.at

Gottesdienste zu Pfingsten:
Samstag, 30.5.2020    18:30 Uhr
Sonntag, 31.5.2020    8:00 Uhr
9:30 Uhr
18:30 Uhr
Montag, 1.6.2020       9:30 Uhr

Vom 2. Juni 2020 bis 4. Juli 2020 gilt die normale Gottesdienstordnung.

Gottesdienstordnung
Montag: 18:30 Uhr
Dienstag: 08:00 Uhr
Donnerstag: 08:00 Uhr
Freitag: 18:30 Uhr
Samstag: 18:30 Uhr
Sonntag: 08:00 Uhr
09:30 Uhr
18:30 Uhr

Ab 4. Juli 2020 gilt die Sommer-Gottesdienstordnung:
Dienstag:        08:00 Uhr
Freitag:           18:30 Uhr
Samstag:        18:30 Uhr
Sonntag:         10:00 Uhr
 

Hl. Familie: Puchsbaumplatz,
50 Personen

Tel.: 01 604 62 40 zu den Kanzleizeiten: Montag und Mittwoch 08:00-11:00 Uhr,
Dienstag 08:00 -12:00, Freitag 14:00-18:00 Uhr
oder per Mail: gem.hl.familie@zumgoettlichenwort.at

Gottesdienstzeiten:
Pfingsten:
Samstag, 30.5.2020    18:30 Uhr
Sonntag, 31.5.2020    09:30 Uhr
Montag, 1.6.2020       09:30 Uhr

Ab 2.6.2020 gilt die normale Gottesdienstordnung bis zum 4. Juli 2020
Dienstag: 18:30 Uhr
Mittwoch: 18:30 Uhr
Donnerstag: 18:30 Uhr
Freitag: 18:30 Uhr
Samstag: 18:30 Uhr
Sonntag: 09:30 Uhr

Ab 4. Juli 2020 gilt die Sommer-Gottesdienstordnung:
Mittwoch: 18:30 Uhr
Donnerstag: 18:30 Uhr
Freitag: 18:30 Uhr
Sonntag 08:30 Uhr

Es ist auch für uns ganz und gar ungewöhnlich und es fühlt sich schrecklich fremd an, so zu agieren.
Aber es ist auch unsere gemeinsam Verantwortung füreinander Sorge zu tragen, Sorge für Leib und Seele. Darum sind diese Maßnahmen notwendig.
Auch wir hoffen, dass es bald anders ist, und es uns wieder möglich ist, unbeschwert miteinander zu feiern, zu singen, zu beten.
Sobald es Änderungen gibt, werden wir Sie informieren. Bis dahin, bleiben Sie behütet und gesegnet!

Gedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit 2020 von P. Hans Ettl SVD

Gedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit 2020 von P. Hans Ettl SVD

Der Auferstandene stellt sich heute als “Weg, Wahrheit und Leben” vor. Er ist der Weg zum Vater. Und er, der beim Vater ist, bereitet für uns eine Wohnung ebendort.?Dieses Wohnen beim Vater beginnt bereits hier und jetzt: wer bei überzeugten Christinnen und Christen aus und ein geht, bei ihnen Freundschaft und ein Zuhause findet, den formt und prägt diese Heimat. Christsein, Glaube, genauso wie Liebe, will abfärben.?Bei unseren Müttern erfahren wir dieses himmlische Geborgensein.?DANKE, ihr MÜTTER! ?Frohen Muttertag!

Mai – der Wonnemonat

Mai – der Wonnemonat

Ein bisschen geht das heuer ja unter – Mai und Liebe. Darum finden Sie hier ein Bilderbuch vorgestellt, in dem es um die Frage geht: „Woher weiß man, dass man jemanden liebt?“ Der Elefant ist es, der diese Frage in die Versammlung der Tiere bringt. Unterschiedlichste Antworten finden sie.
Eine der Antworten, meine Lieblingsstelle, verrate ich:
 
„Ich denke noch alle Tage an ihn“, sagt die Großmutter, auch wenn er schon eine ganze Zeit nicht mehr da ist. Jede Woche suche ich ein schönes Gedicht aus. Das lese ich dann an unserem Lieblingsort.“
 Gedichte lesen für jemanden, der nicht mehr da ist, notierte die Ameise und runzelte die Stirn. So etwas Verrücktes hatte sie noch nie gehört.
 Es ist ein wunderbar poetisches Bilderbuch – für Große und Kleine. Wer weiß, vielleicht haben Sie eine ganz neue Antwort.
 
Leen van den Berg, Kaatje Vermeire: Vom Elefanten, der wissen wollte, was Liebe ist, Gerstenberg, ISBN: 978-3-8369-5772-4

Ein ABC zum Marienmonat Mai

Ein ABC zum Marienmonat Mai

Mai ist der wichtigste “Marienmonat” des Kirchenjahres. In der christlichen Spiritualität wird die “Gottesgebärerin” auch als ein Sinnbild für die Fruchtbarkeit und Lebenskraft des Frühlings verstanden. Das zeigt sich auch darin, dass auf der Südhalbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im dortigen Frühlingsmonat November gefeiert wird. Die deutsche Katholische Nachrichten-Agentur KNA buchstabiert Marienfrömmigkeiten von A bis Z.

Ave Maria: Das “Gegrüßet seist du, Maria” ist eines der meistgesprochenen Gebete der katholischen Kirche. Die Anrufung Marias stammt vom Erzengel Gabriel bei der Verkündigung (s. dort). Gebetet wird seit 1568 auch um Beistand in der Todesstunde. Das “Ave Maria” ist auch Bestandteil des Rosenkranzes (s. dort) und wurde unzählige Male vertont. Besonders bekannt sind die Version von Bach/Gounod und die Melodie aus Lourdes.

Bethlehem: Eine Hausgeburt war bei Maria nicht drin. Sie musste mit ihrem Verlobten Josef von Nazareth über 106 Kilometer Luftlinie nach Bethlehem reisen, weil der Kaiser in Rom eine Volkszählung befohlen hatte und sich jeder Mann in seiner Heimatstadt registrieren lassen musste. Da dort in der Herberge kein Platz frei war, kam es zur Geburt Jesu in einer Krippe.

Christus: ist der Erstgeborene Marias und zugleich nach christlichem Glauben der Sohn Gottes. Trotz dieser schwer begreiflichen Vaterschaft nahm der Zimmermann Josef von Nazareth seine Verlobte Maria zur Frau.

Dornwald: Das alte Wallfahrtslied “Maria durch ein Dornwald ging” soll hier für ungezählte Marienlieder stehen, die zumeist der Verehrung dienen und oft auch legendenhafte Stoffe verarbeiten.

Erscheinungen: Das Phänomen der Marienerscheinungen, über die vor allem im 19. und 20. Jahrhundert massenhaft berichtet wurde, zählt zu den sogenannten Privatoffenbarungen. Da Gottes Offenbarung nach kirchlicher Lehre mit dem Tod des letzten Apostels an ihr Ende gekommen ist, steht es jedem Katholiken frei, an Privatoffenbarungen zu glauben oder nicht – auch wenn die Kirche sie als gesichert ansieht. Wichtige Erscheinungsorte sind Fatima (Portugal), Lourdes (Südfrankreich), Guadalupe (Mexiko) oder Aparecida (Brasilien).

Farben: Die klassischen Marienfarben sind Weiß (für die Unschuld) und Blau. Textilblau war schon immer schwer zu beschaffen und daher sehr wertvoll – das Richtige für die hochverehrte Maria. Bis weit ins 20. Jahrhundert war Blau die Mädchenfarbe und Rosa die Farbe für Jungs: “Das kleine Rot” stand für Blut und Kampf und damit für Männlichkeit.

Gnadenbilder: An vielen Marienorten sind Andachtsbilder von Maria Ziel von Pilgern. Manche dieser “Gnadenbilder” werden mit Heilungen oder anderen als wunderbar angesehenen Ereignissen in Verbindung gebracht. Vielfach finden sich hier sogenannte Votivtafeln mit Fürbitten oder dem Dank “Maria hat geholfen”.

Himmelfahrt: 1950 erhob Pius XII. die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel zum Dogma (Lehrsatz) für die Gesamtkirche – sozusagen als Belohnung für ihre Verdienste um die Erlösungstat ihres Sohnes Jesus. Übrigens das bislang einzige Mal, dass ein Papst die 1870 verankerte päpstliche Unfehlbarkeit in Fragen des Glaubens und der Sitte in Anspruch nahm.

Islam: Im Islam wird Jesus als letzter Prophet vor Mohammed verehrt. Daher steht auch Maria in besonderem Ansehen; als jungfräuliche Mutter Jesu ist sie von Gott auserwählt und ein Vorbild für alle muslimischen Frauen. Als einzige Frau wird “Maryam” im Koran mit ihrem Namen genannt. Das theologische Verständnis von Maria als “Mutter Gottes” (s. Theotokos) ist dem Islam aber komplett fremd.

Jahrhundert, marianisches: Etwa zwischen 1850 und 1950 verselbstständigte sich das Bild von Maria in der Kirche. Für manche Gläubige überdeckte die Marienverehrung sogar die von Christus selbst. Eckpunkte des “marianischen Jahrhunderts” sind die Mariendogmen von 1854 (s. Unbefleckte/Immaculata) und 1950 (s. Himmelfahrt) sowie ungezählte Marienerscheinungen und Gründungen von Marienkongregationen.

Kreuz: Von der Krippe bis zum Tempel über die Hochzeit von Kanaan bis zu Kreuz und Auferstehung – Maria hat alle Lebensstationen Jesu mütterlich begleitet.

Lateinamerika: In der “Neuen Welt”, auch gefördert durch die spanischen und portugiesischen Eroberer, ist die Marienverehrung bis heute besonders stark.

M: ist der Marienbuchstabe schlechthin. Maiandachten, Muttergottes, Miterlöserin, Magd des Herrn, Mediatrix Afflictorum – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Nazareth: der Wohnort der Heiligen Familie in Galiläa. Hier hatte der Zimmermann Josef seine Werkstatt, hier sah Maria ihren Sohn Jesus aufwachsen und lernen.

Ostern: Was denkt wohl eine Mutter, wenn ihr Sohn nach seinem Leiden von den Toten auferstanden ist? Für Maria muss die Nachricht so unglaublich wie buchstäblich erlösend gewesen sein.

Pieta: Die leidende Mutter mit dem gekreuzigten Sohn im Schoß ist einer von vielen Klassikern der Marien-Ikonographie. Andere sind Maria mit dem Kinde, die Verkündigungsszene (s. dort) oder als “Unbefleckte” (s. dort) auf der Weltkugel stehend.

Quellen: Unser Bild von Maria ist durch die vier Evangelien des Neuen Testaments geprägt. Zusätzlich gibt es aber auch ungezählte apokryphe Schriften und mittelalterliche Legenden – und natürlich die Künstler und die Volksfrömmigkeit, die sich je nach Jahrhundert und Kulturkreis je eigene Marienbilder gemacht haben.

Rosenkranz: ist die wohl meistverbreitete katholische Gebetsform. Häufig werden eine Abfolge aus einem Vaterunser und je zehn Ave Maria (s. dort) mit der Betrachtung von Sterben und Auferstehung Jesu verbunden. Die Beter versprechen sich davon Kraft für den Alltag und Trost in Nöten. Die Perlenkette des Rosenkranzes ist ein Hilfsmittel wie die Gebetsketten und -schnüre anderer Religionen.

Selbdritt: “Anna selbdritt” ist in der christlichen Ikonographie eine Darstellung der heiligen Anna “zu dritt”: zusammen mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind – sozusagen ein Drei-Generationen-Bild.

Theotokos: Die “Gottesgebärerin” ist ein griechischer Ehrentitel Marias. Er beruht auf dem frühchristlichen Glaubenssatz, dass Christus wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich ist.

Unbefleckte/Immaculata: Das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens (lat. immaculata conceptio), erst 1854 von Papst Pius IX. verkündet, gehört zu den theologisch besonders komplizierten katholischen Glaubenssätzen. Demnach wurde Maria bei der eigenen Geburt vom Makel der Erbsünde Adams bewahrt, weil sie als die “Mutter Gottes” ausersehen war (s. Theotokos).

Verkündigung: Laut biblischer Überlieferung erschien der Erzengel Gabriel bei der Jungfrau Maria und kündigte ihr an, sie sei schwanger und werde den lange erwarteten Messias gebären. Sie erschrak furchtbar, entgegnete aber dann durchaus unfeministisch: “Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.”

Wunder: Marienwunder gibt es so viele wie -erscheinungen (s. dort) – auch wenn sich zumindest einige davon am Ende durchaus naturwissenschaftlich erklären lassen.

X: steht für X-tausend Marienorte, -kapellen und -kirchen weltweit.

YouCat: Der Jugendkatechismus der katholischen Kirche von 2010 enthält immerhin 14 Einträge für Maria, unter anderem: “Nur Gott darf angebetet werden. Aber Maria dürfen wir als Mutter unseres Herrn verehren.”

Zweites Vatikanisches Konzil (1962-1965): Die größte Kirchenversammlung des 20. Jahrhunderts bezeichnete Maria als “Mittlerin der Gnade”. Ein Vorstoß für ein weiteres Mariendogma als “Miterlöserin” der Menschheit neben Christus fand wenig Zustimmung.

Foto © kapuziner.at
Wien, 01.05.2020 (KAP/KNA)
 
Gedanken zum 4. Sonntag der Osterzeit,

Gedanken zum 4. Sonntag der Osterzeit,

Gedanken zum 4. Sonntag der Osterzeit,
von Pfr. Ladislaus Loucky

Am 4. Ostersonntag stellt uns die Liturgie Jesus als guten Hirten vor. Wie der Hirt seine Schafe kennt, kennt Jesus alle gleich. Und noch viel mehr: er liebt alle Menschen. Seine Liebe geht so weit, dass er sagt: Niemand wird sie meiner Hand entreißen!
Zugleich ist heute auch weltweit der Tag, an dem besonders für und um gute Hirten gebetet wird – für Menschen, die, wie Jesus, Hirten sind für andere:

Eltern, Patinnen und Paten, Lehrerinnen und Lehrer;
Menschen, die sich um Kranke und Alte kümmern;
jede und jeder kann anderen Hirtin, Hirte sein!
wir bitten Gott um gute Seelsorgerinnen und Seelsorger, auch um Priester.
Wir alle brauchen einander …

Maria – eine von uns

Maria – eine von uns

Maria – eine von uns
 
Der Mai ist, ebenso wie der Oktober, besonders dem Gedenken an Maria gewidmet. Das ist etwas, was die Kirche schon lange kennt, besonders geprägte Zeiten.
Die vielen Bilder, die uns Maria beschreiben sind von eigenen Lebenserfahrungen beeinflusst,  sie beschreiben sie als Weggefährtin auf dem Weg zu Christus, der allein Heil und Rettung ist.
In Maria hat, mehr als in Christus, unser Menschsein Platz gefunden, all unser irdisches Dasein, das sich zeigt in Ängsten, Freuden, Sehnsüchten findet in ihrem Leben Widerhall.
So ist alles Reden über Maria immer Rede über Christus.
Und damit ist die Verehrung Marias einzuordnen in den Glauben an Jesus, den Sohn Gottes und ist nichts, was wir lieblich zudecken können und dürfen.
 
 
Maria – nicht gemalt, geschnitzt, sondern lebendig, glaubend und zweifelnd
 
Die junge Frau, die, ungewollt schwanger, sich durchringt zum Ja und ihre Pläne ändert
im Blick auf das Kind.
Eine Frau, die viel Schweres durchgestanden hat und dennoch an Gott und den Menschen
nicht verzweifelt.
Eine, die einen fröhlichen, lebensbejahenden Glauben vermittelt und Kopf und Herz
miteinander verbindet.
Eine Frau, die loslassen kann.
Eine geschiedene Frau, die das Leben sucht für sich und die Kinder, die das Erbarmen
Gottes annimmt und umsetzt.
Eine Frau, die wach bleibt für den Anspruch des Gewissens, für die Frage nach Gott.