Caritas Augustsammlung 22. 8.2021

Caritas Augustsammlung 22. 8.2021

Deine Spende – meine Ernte
Wenn Hunger ständiger Begleiter ist, gibt es kaum etwas anderes woran man denken kann als die Nahrungsmittelbeschaffung. Hunger zu stillen und das Überleben der Familie zu sichern sind so zentral, dass Menschen sehr hohe Risiken eingehen, um an Essen und Trinkwasser zu kommen: das Risiko einer Krankheit, das Risiko, in einen Schusswechsel zu geraten, das Risiko zu sterben.
 
Seit Jahren hilft die Caritas deshalb schon vielen Familien durch nachhaltige Projekte, ihre Ernährung zu sichern und auch in Krisenzeiten satt zu werden. Konflikte, Naturkastastrophen, die durch den Klimawandel immer mehr begünstigt werden, Heuschreckenplagen und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben dazu beigetragen, den Hunger in den ärmsten Ländern der Welt wieder zu verschärfen.
 
Südsudan: Ein junges Land im Ausnahmezustand
Eines dieser ärmsten Länder weltweit ist der Südsudan. Zehn Jahre nach der Unabhängigkeit vom Sudan ist das Land stärker von Hunger und Armut betroffen als kaum zuvor. Die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt. Besonders verwundbar sind Kinder. Etwa ein Drittel der Kinder im Südsudan hat ein zu geringes Körpergewicht, um sich gesund entwickeln zu können. Corona-bedingt sind seit April 2020 die Schulen geschlossen. Das bedeutet für die Kinder nicht nur Mangel an Bildung, sondern auch den Verlust von regelmäßigen Mahlzeiten.
 
Frauen als Kämpferinnen gegen Hunger in der Pandemie
Am Beispiel Südsudan wird auch deutlich, wie wichtig Frauen in der Bekämpfung des Hungers sind. Sie sind diejenigen, die sich um die Ernährung und die Gesundheit der Familie kümmern. Sie arbeiten am Feld, halten Tiere, verarbeiten Lebensmittel und sorgen für Mahlzeiten, sammeln Holz und holen Wasser. Frauen versorgen die Kleinsten und kümmern sich um kranke Familienmitglieder. Frauen zu fördern, ihnen Informationen über Covid-19, Hygiene und nachhaltige Ernährungsmethoden, Werkzeuge und Landwirtschaftsschulungen zu ermöglichen, ist für die Gesundheit und die Bekämpfung des Hungers eines ganzen Landes entscheidend.
(vgl. www.caritas-wien.at)
 

·      Verteilung von Lebensmittelpaketen, Saatgut für Gemüsegärten, Hygienepakete (Seife, Desinfektionsmittel, Wasserspender). 
·      In Ernährungsstationen werden unterernährte Kleinkinder mit Medikamenten und nahrhaftem Essen gesund gepflegt.
·      Bau von Brunnen bzw. Quellen ermöglicht wir den Menschen Zugang zu sauberem Wasser.
·      Saatgut, Schulungen und Werkzeug für Bauernfamilien, Nutztiere, nachhaltige Anbaumethoden sind überlebensnotwendig, wenn zum Beispiel Ernten ausfallen.
·      Unterstützung von Frauen: Wir helfen Frauen in der Haltung von Tieren, beim Anbauen von Gemüse und in der Landwirtschaft. Zusätzlich begleiten wir Frauen, die sich in Spargruppen zusammenschließen und gemeinsam Reserven für Krisensituationen ansparen oder selbständig Geschäfte betreiben. Dadurch können sie von externer Hilfe unabhängig werden und ihre Familien versorgen.
A4 Hoch 2

Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt
so wird das Fest kurz genannt. In der orthodoxen Kirche, in der es bereits seit dem 6.Jahrhundert gefeiert wird, heißt es „Entschlafung Mariens“.
Der volle Name des Festes lautet: “Hochfest der leibhaftigen Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel”.
Aber, wie auch immer, auch, wenn es uns schwer vorstellbar scheint, wenn die Frage auftaucht, was heißt es  „mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen“, was bedeutet es dann für mich, … es ist eines der ältesten Feste. Zum Dogma (=Lehrsatz) wurde „Mariä Himmelfahrt“ erst 1950 von Papst Pius XII. erhoben.
Es ist ein Festinhalt, der auch jeder und jedem von uns zugesagt ist: „Leib“ meint meine persönliche, ganz eigene Lebensgeschichte. Unser Leib ist es, der uns an Raum und Zeit bindet. Alles, was wir tun, erleben, sind, wird von Gott angenommen. Heute und auch im Tod.
Brauchtum

Jedes Fest hat sein Brauchtum, hat seine Legenden. Maria Himmelfahrt ist da keine Ausnahme.  Es mag schon sein, dass die jahreszeitlich bedingte Getreidereife und Hochblüte der Natur in Erinnerung brachten, dass Maria traditionell als „Blume des Feldes und Lilie in den Tälern“ verehrt wurde. An diesem Festtag gilt den Kräutern die Aufmerksamkeit. Sie werden gesegnet. Kräuter gegen körperliche Schmerzen und Krankheiten, aber auch Kräuter, die bei seelischen Nöten helfen.
Der gesegnete Strauß soll Gottes Segen ins Haus bringen – ob im Herrgottswinkel aufbewahrt, beim Räuchern verwendet, um Unwetter fernzuhalten, als Tee überbrüht, dem Vieh unters Futter gemischt, um es zu kräftigen oder sogar unters Kopfkissen gelegt, um das Eheglück zu erhalten.
 
Bei der Anzahl der verwendeten Kräuter im Kräuterbuschen handelt es sich stets um Zahlen mit Symbolkraft.
 
7: Zahl der Wochentage (Schöpfungstage), Zahl der Vollendung
9: Drei mal drei für die heilige Dreifaltigkeit, Zahl der Fruchtbarkeit
12: Zahl der Apostel, Zahl der Stämme Israels
14: Zahl der Nothelfer
 
Ursprung dafür ist eine Legende: Als Maria aus dem Grab in den Himmel aufgenommen wurde, soll ihrem Grab , ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entstiegen sein.

Gottesdienste zu Maria Himmelfahrt:
Hl. Familie:                    08:30 Uhr
Allerh. Dreifaltigkeit:      09:30 Uhr
St. Johann:                   10:00 Uhr

Am Ende der Suche und der Frage nach Gott steht keine Antwort, sondern eine Umarmung.

Am Ende der Suche und der Frage nach Gott steht keine Antwort, sondern eine Umarmung.

Ein Zitat aus der Gebetsmappe zur 29. Wallfahrt nach Mariazell. P. Saverius, der mit uns unterwegs war, stelle schon in der Messe zum Beginn die Fragen: Warum mache ich mich auf den Weg? Bin ich bereit, mich für Gott zu öffnen, ihm zu begegnen? Und wen nehme ich mit, in meinen Gedanken, in meinem Herzen?
Gottesbegegnungen – da gab es viele Möglichkeiten:
in der helfenden Hand, wenn der Weg rutschig war
ein Blasenpflaster
die Schritte, die sich meinen anpassten, wenn es kaum mehr weiterging
miteinander lachen, wenn der Tag schon gefühlt vor dem ersten Hahnenschrei begann
miteinander beten und feiern (auch wenn die Frage was das „Hühnerfeuer“ sei, in dem das Brot für den Propheten Elia gebacken war, mich immer noch zum Lachen bringt – es war schlicht in glühendem Feuer gebacken).
Schön war es wieder, ein bisschen Regen, Sonnenschein, Wolken – außen wie innen.
Vielen Dank an Stefan Knöbl fürs Organisieren, Planen und Reservieren, Wege erforschen und versuchen, sie so anzupassen, dass jede und jeder mitgehen kann,
an Gerhard und Christoph Schüttenberger für die Begleitung in den Autos: das ist ja alles immer viel mehr, als es in diesem kurzen Satz klingt: täglich Taschen rein und raus, alle Stöcke mitnehmen und verteilen, da sein, wenn jemand nicht mehr weiterkann, alle Utensilien, die wir für die Messe brauchten, auf den Unterberg bringen, ….
Vielen Dank an alle, behüte euch Gott, der uns begleitet hat!
 
BR

Heilige und Lostage

Heilige und Lostage

Heilige und Lostage
Lostage sind bestimmte Tage im Kalender, die durch die langjährige Beobachtung der Bauern zu einem wichtigen Faktor bei der Wetterprognose wurden. So sind an bestimmten Lostagen Wettersituation feststellbar gewesen, die zu einer bestimmten Folge führten.
Viele Bauernregeln lassen sich mit dem zehn Tage später eintreffenden Datum besser anwenden als mit dem in der Regel genannten Tag.
Das zeigt, dass sie sehr alt sein müssen, weil man bei der gregorianischen Kalenderreform 10 Tage einfach ausließ und auf den 4. Oktober unmittelbar den 15. Oktober folgen ließ.
Häufig sind sie mit dem Heiligen des Tages verbunden.
Schauen wir, ob sich die Lostage heuer erfüllen.
 
Hl. Dominikus, 8. August
Der heilige Dominikus (lateinisch »dem Herrn gehörend«), geboren 1170/75, war Mitglied des Domkapitels von Osmana. Auf weiten Reisen lernte er die Irrlehren seiner Zeit, die Albigenser und Waldenser, kennen und erkannte ihre Gefährlichkeit für die Kirche. Er begann, gegen die Irrlehren zu predigen. 1215 gründete er den Predigerorden (Dominikaner), der zum Ziel hatte, durch Wort, Beispiel und apostolische Armut die Irrgläubigen zum rechten Glauben zurückzuführen. Dominikus starb am 6. August 1221 in Bologna. 
 
Dargestellt wird Dominikus im Dominikanerhabit mit Fackel, Lilie, Taube, Stein und Rosenkranz, mitunter auch mit einem Hund (abgeleitet von der Übersetzung Domini canis = des Herren Hund).
Dominikus ist der Patron von Cordoba, Madrid und Palermo sowie der Schneider und gegen Fieber.
 
Wenn’s heiß ist an Dominikus, ein strenger Winter folgen muss.
 
Hl. Laurentius, 10. August
 
Die Legende beschreibt Laurentius als jungen Diakon, der zur Zeit der Christenverfolgung in Rom lebte. Kaiser Valerian ließ den damaligen Papst Sixtus II. ermorden und erhob danach Anspruch auf den Kirchenbesitz. Laurentius, der für die Verwaltung des Kirchenbesitzes zuständig war, verweigerte die Herausgabe und bat um drei Tage Bedenkzeit. Dann verteilte er allen Besitz an die Armen und Kranken. Am 3. Tag präsentierte er diese Menschen und stellte sie als den „Schatz der Kirche“ vor.
Daraufhin ließ Kaiser Valerian ihn am Rost zu Tode brennen.
Der Todestag von Laurentius war der 10. August. An diesem Tag wurde in manchen Gegenden im Haus kein Feuer gemacht: weder wurden Lampen angezündet, noch wurde am offenen Feuer gekocht.
Laurentius ist Schutzpatron vieler Berufsgruppen, die mit offenem Feuer zu tun haben, etwa der Glaser und Glasbrenner, der Köche, der Bäcker oder der Bierbrauer.
Laurentius heiter und gut, schönen Herbst verheißen tut.
 
Hl. Bartholomäus, 24. August
Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen. Nach Tod und Auferstehung Jesu zog er als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Sein Fähigkeit „Besessene“ zu heilen machte ihn berühmt. Nachdem die Tochter des Königs von Armenien durch ihn gesund geworden war, bekehrte sich die Familie des Königs zum Christentum.
Doch die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt.
Bartholomäus ist Patron der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten.
“Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh’.” “Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein.”
Bartholomä voll Sonnenglut macht Wein und Reben stark und gut.