Unser gemeinsames Pfarrpatrozinium war auch heuer wieder ein Festtag für Gläubige aus allen drei Gemeinden, diesmal in der Alxingergasse.
Nach einem lebendigen, und durch die musikalische Begleitung schwungvollen Gottesdienst, wurde im Pfarrsaal in bester Stimmung weitergefeiert.
Gestärkt durch das Wort Gottes, durch die Eucharistie und durch viele Begegnungen, dürfen wir unseren Weg in den Gemeineden, und somit in der ganzen Pfarre, mit Freude und Zuversicht weitergehen, R.K.
„Was brauchen wir notwendiger als Gottes Liebes- und Friedenslied; als sein Protestlied gegen Gleichgültigkeit und Hass, was notwendiger als das österliche Hoffnungslied, das Mut macht, Zuversicht schenkt und uns zum Handeln antreibt?“ So Erzbischof Josef Grünwidl am Samstag bei den Dankesworten nach seiner Bischofsweihe.
Um 15:38 Uhr am Samstag übernahm er sichtbar die Leitung der Erzdiözese Wien. Kardinal Christoph Schönborn legte ihm zuvor die Hände auf und weihte ihn somit zum Bischof. Nach Handauflegung durch alle anwesenden Bischöfe im Stephansdom und dem Überreichen der Insignien (Ring, Stab und Mitra) wurde er zum Bischofssitz (Kathedra) geführt.
Es war ein fast unwirklich schöner Gottesdienst im Dom, mit 3000 Menschen, die gekommen waren, mitzufeiern, zu beten und dankbar den begleiteten, der das Amt übernahm. Musik, Duft, Licht – alles was unsere Kirche auszeichnet im Feiern, dazu Freude, Wohlwollen und auch Zuneigung waren spürbar.
Kardinal Schönborn wünschte in seiner Predigt dem neuen Erzbischof ein „hörendes Herz“ und die „Gabe der Weisheit und Unterscheidung“. Die Bischofsweihe verleihe keine weltliche Regierungsvollmacht und keinen entsprechenden Auftrag, sehr wohl aber den Auftrag, die Gemeinschaft der Gläubigen der Erzdiözese Wien zu leiten.
Mehrmals ging der Kardinal darauf ein, dass Grünwidl dieses Amt nicht angestrebt habe.
Ein hörendes Herz höre auf dreierlei: „auf Gott, auf das eigene Gewissen, auf die Menschen“, so der Kardinal. Ihn habe beeindruckt, „wie klar und entschieden du auf dein Gewissen gehört hast. Es hat Nein zum Bischofsamt gesagt. Das hast du auch als Gottes Wort an dich gehört.“ Josef Grünwidl habe aber auch auf Menschen gehört. Viele hätten ihn gebeten, Ja zu sagen, so er vom Papst ernannt werde. So sei es gekommen, „dass dein klares Nein einer inneren Bereitschaft gewichen ist“. Und schließlich habe Josef Grünwidl „aus ganzem Herzen Ja gesagt“. Ein Wort von Josef Grünwidl habe ihn beeindruckt, so Kardinal Schönborn: „Gott braucht mich nicht perfekt, sondern verfügbar.“
Dieses Zitat aus einem der ersten Interviews nach seiner Ernennung, ist es, das
Mut macht, mitzugehen, weil eben unsere Bereitschaft am Reich Gottes mitzuarbeiten mehr zählt als unsere Schwächen. Denn: „Kirche ist mehr und sie ist besser als ihr Ruf. Die Kirche ist – um an meinen Wahlspruch zu erinnern – ein Instrument Gottes, die Lyra in der Hand des auferstandenen Christus. Als Gottes Instrument sollen wir als Kirche die Melodie des Evangeliums zum Klingen bringen.“ Bild: Schönlaub
Bildergalerie
Am Donnerstag, 22. Jänner 2026 Vormittag gab es bei der Kirche St. Johann einen Pressetermin. Anlass waren die Beschmierungen der Kirche vom 19. und 20. Dezember 2025.
Es waren viele Vertreter von Kirchen-Gemeinden bzw. Muslimischen Vereinen und der Bahai Gemeinde gekommen. Auch Bezirksvorsteher Marcus Franz, sein Pressesprecher, sowie ein Bezirksrat waren da. Koordiniert hatte die Aktion, in Absprache mit Pfarrer P. Matthias Felber, Ing. Stefan Almer von der MA 17 (Integration und Diversität).
Malermeister Roschinsky hatte Farbe vorbereitet und ein Mittel zur Graffitientfernung. Beides sollte nur bei guten Plustemperaturen angewendet werden. Wegen der Kälte konnte daher nur ein Quadratmeter übermalt werden. Ein symbolischer Akt eben, den der Malermeister vor unseren Augen setzte.
Anwesend war eine Journalistin der Tageszeitung Kurier, wo diese Geschichte exklusiv erscheinen soll.
Wir freuen uns sehr über das kräftige und lebendige Zeichen der Solidarität und Verbundenheit als Interreligiöse Dialoggruppe für Favoriten.
Der Tenor heute war, dass wir alle Verunstaltungen von religiösen Gebäuden weder wollen noch gutheißen. Vielmehr sind wir uns einig, dass das Beschmieren von Gotteshäusern ein aggressives Zeichen des Übergriffes und der Respektlosigkeit ist.
Nicht genug der Worte und der Farbe: Es wurde auch eine ansehnliche Summe an Geldspenden für die Sanierung überreicht. Im Namen der Pfarre sagen wir vielen Dank an Abu Hanife, Anadolu und Bezirksvorstehung!
Sobald es wärmer wird, soll im Rahmen einer gemeinsamen Aktion die Kirche von den Graffiti und Beschmierungen befreit werden.
P. M. Felber
„Mit euch Christ – für euch Bischof“
Bischofweihe von Josef Grünwidl am Samstag, 24.1.2026
Glockenläuten aus allen Kirchen der Erzdiözese Wien – das macht uns aufmerksam darauf, dass im Stephansdom Josef Grünwidl zum Bischof geweiht wird.
Wieder betonte er in einem Pressegespräch am Mittwoch, 21.1.2026, dass er „Seelsorger, Teamplayer und Brückenbauer“ sein möchte. „Mit euch bin ich Christ, für euch bin ich Bischof.“ Diesen Satz von Augustinus hat er sich wohl ins Herz geschrieben.
Er gehe dem Tag der Weihe am Samstag in großer Dankbarkeit und mit Freude und Hoffnung entgegen, so Josef Grünwidl. Sein Bild über Kirche sei nicht von Problemen und Defiziten bestimmt, „sondern über die biblische Verheißung. Und die besagt: Wir sind Volk Gottes. Auch wenn sich die vertraute Gestalt der Kirchen gerade dramatisch ändert, wird es mit unserer Kirche gut weitergehen.“ Die Grundbotschaft der Kirchen laute: „Mensch, du bist geliebt, und aus dieser Zusage heraus kannst auch du Liebe weiterschenken und die Welt verändern.“ Diese Botschaft zu den Menschen zu bringen, sei der Auftrag der Kirche „und dazu möchte ich als neuer Erzbischof in Wien auch meinen Beitrag leisten“, erklärt Josef Grünwidl.
Die zentrale Frage der Kirche sei: „Wie können wir die Botschaft vom biblischen Gott heute glaubwürdig den Menschen vermitteln?“
Insignien
Josef Grünwidl wird den Bischofsstab von Weihbischof Helmut Krätzl nutzen, dessen Zeremoniär er war.
Der Hirtenstab ist das Symbol des Schutzes, des Stützens und des Sammelns. Josef Grünwidl verwendet einen schlichten hölzernen Stab mit silberner Krümme, ein Werk des Seckauer Goldschmieds Br. Bernward Schmid (1920-2010). Der Stab wurde auch von Kardinal Franz König und Weihbischof Florian Kuntner verwendet. Alle drei Bischöfe stehen für die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils in der Wiener Erzdiözese „und haben mich in meiner Jugend sehr geprägt“, wie Josef Grünwidl bekannte.
Konzilsring, Brustkreuz und Mitra
Bindung und Treue symbolisiert der Ring, den der Bischof bei seiner Weihe angesteckt bekommen wird. Josef Grünwidl entschied sich für eine silberne Nachbildung des Konzilsrings, den Papst Paul VI. den Vätern des Zweiten Vatikanischen Konzils schenkte. Der schlichte und einfache Konzilsring, zeigt Christus sowie die Apostelfürsten Petrus und Paulus und steht für Gemeinschaft und ein synodales Amtsverständnis.

Einzig die Mitra musste neu angefertigt werden, weil das Umarbeiten sich schwieriger gestaltet als eine neue zu schaffen. Schlichte Wellenlinien die sieben Flammen formen als Zeichen für die sieben Gaben des Heiligen Geistes: Die werde ich sicher brauchen als Erzbischof von Wien“, so Josef Grünwidl.
Das Brustkreuz verweist auf die besondere Zugehörigkeit des Bischofs zu Christus. Josef Grünwidl wird eine Kopie des silbernen Kreuzes von Papst Franziskus tragen, das Christus als Guten Hirten zeigt.
„Nehmt Gottes Melodie in euch auf“ („Melodiam Dei recipite“)
Das hat sich der neue Erzbischof als Wahlspruch gewählt.
Im Wappen sind fünf Orgelpfeifen abgebildet – nicht nur als Zeichen seiner Verbundenheit mit der Kirchenmusik und Ausdruck seines Wahlspruchs , wie Josef Grünwidl sagt: „Eine Orgel mit ihren vielen unterschiedlichen Pfeifen, den großen und kleinen, den sichtbaren und unsichtbaren, symbolisiert für mich die Kirche in ihrer Vielfalt und Einheit.“ So wie die Orgel den Wind brauche, um zu erklingen, brauche die Kirche das Wehen des Geistes, so der künftige Wiener Erzbischof.
Stephansdom Samstag, 24. Jänner 2026
Mehr als 3.000 Menschen sind im Dom zugelassen – politische Vertreter*innen unseres Landes und viele Vertreter*innen der anderen christlichen Kirchen. Die Bischofsweihe erfolgt durch Kardinal Christoph Schönborn gemeinsam mit dem Salzburger Erzbischof und Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Franz Lackner, sowie Stanislav Pribyl, Bischof von Leitmeritz/Litomerice.
In ORF 2 können alle die Feier live mitfeiern, die Übertragung beginnt bereits um 13.20 Uhr.
Foto: Kathpress/Paul Wuthe
Gemeinsamer Gottesdienst in Favoriten
Montag, 26. Jänner 2026 18:30 Uhr
Pfarre Zum Göttlichen Wort
Kirche am Keplerplatz
Gemeinsam feiern die röm.-kath. Pfarren die evangelischen Kirchen die syrisch-orth. Kirche