Fußwallfahrt nach Mariazell – 6. bis 9. August 2026
Ein bisschen fragt man sich schon, ob es wirklich klug ist, bei 35 Grad Celsius zu Fuß nach Mariazell aufzubrechen. 25 Pilgerinnen und Pilger aus unserer Pfarre haben es trotzdem getan.
104 Kilometer liegen vor ihnen – über Berge, durch schmale und steile Wege, in großer Hitze. Schwitzend, keuchend und manchmal ziemlich erschöpft, aber auch fröhlich, lachend und nachdenklich ging es Schritt für Schritt dem Ziel entgegen.
Auf dem Weg ging manches(r) verloren und wurde wiedergefunden, Blasen mussten versorgt werden, und es gab Zeit für Gespräche über den Sinn des eigenen Lebens und darüber, was das Leben lebenswert macht. All das – die Anstrengung, die Hitze, die Fragen und die schönen Momente – wurde immer wieder ins Gebet gebracht.
Am Abend dann – nach einer Dusche und für manche sogar einem kurzen Bad in der eiskalten Unrechttraisen war die Kraft plötzlich wieder da: für ein gemeinsames Abendessen und eine Runde Bingo.
Was jedes Jahr aufs Neue beeindruckt, ist die Gemeinschaft, die trägt und hält. In dieser Zusammensetzung treffen wir uns nur einmal im Jahr – für genau diese Wallfahrt. Und trotzdem lassen sich Gespräche vom vergangenen Jahr einfach weiterführen. Man kann sich aufeinander verlassen, füreinander da sein und weiß sich getragen und geborgen.
Dafür ist es gut, Danke zu sagen: allen, die mitgegangen sind, allen, die die Wallfahrt vorbereitet und organisiert haben, und ganz besonders auch jenen, die die Begleitautos gefahren haben und immer zur Stelle waren, wenn der Weg für jemanden zu anstrengend wurde.
Vielleicht ist das eine der Erfahrungen, die wir von dieser Wallfahrt mitnehmen dürfen: dass wir nicht allein unterwegs sind. Dass Begegnungen tragen. Und dass unser eigener Weg immer auch ein Weg zu den Menschen sein kann.
Möge uns durch diese Erfahrungen, durch den gemeinsamen Weg und durch die Begegnungen gelingen, wozu wir gesendet sind:
Ihr seid gesendet, um Menschen zu finden.
Fragt, wer sie sind und was in ihnen lebt.
Fragt, was sie denken und worunter sie leiden.
Fragt und liebt sie. …
Macht die Menschen mit Gott vertraut.
Euer Leben sei ein offenes Buch Gottes,
in dem alle lesen können, wie Er zu uns ist.









