Ein goldener Herbsttag am Keplerplatz
Ein buntes Festwochenende liegt hinter uns – vielfältig, lebendig und voller Begegnungen. Der Samstagnachmittag auf dem Keplerplatz brachte Menschen zusammen, die miteinander feierten, einander wiedertrafen, Neues entdeckten und viele Erinnerungen teilten. Unsere Fotos erzählen davon.
Schon früh am Morgen klang der Keplerplatz anders als sonst: Bühne, Kaffeezelt und Kirchenzelt wurden aufgebaut, Tische und Bänke aufgestellt. Immer wieder wurden Kuchen gebracht. Und mit jedem Handgriff wuchs die Vorfreude – samt dem kleinen Bauchweh: Wird auch wirklich alles klappen?
Pünktlich um 14 Uhr begrüßten Pfarrer P. Matthias Felber SVD und Martin Wiesauer, Leiter der Kategorialen Seelsorge, die ersten Gäste und führten durch den Nachmittag.
Den musikalischen Auftakt machte Superar, der Kinderchor der Johannes-Kepler-Schule. Obwohl der Chor in diesem Schuljahr erst ganz neu zusammengesetzt ist, sangen die Kinder mit großer Freude von Frieden und vom Miteinanderleben.
Bei der anschließenden Kinderführung gab es einiges zu entdecken: vom hl. Franziskus über die Frage, wer eigentlich unsere Kirche gebaut hat und wie Ziegel entstehen, bis zu kleinen Geschichten aus 150 Jahren St. Johann.
Passend zum Gedenktag des Hl. Franz von Assisi folgte die Tier- und Kuscheltiersegnung. Manche Tiere waren an diesem Nachmittag offenbar noch anderswo unterwegs – umso persönlicher wurde die kleine Feier. Weihbischof Franz Scharl nahm sich Zeit für Mensch und Tier und für viele Begegnungen am Rande.
Einen besonderen Platz im Programm bekam die Gesprächsrunde „Frag einen Bischof – frag einen Imam“. Weil so viele Menschen zuhören wollten, übersiedelte sie kurzerhand vom Kirchenzelt auf die Bühne. Schon im Vorfeld konnten Fragen eingereicht werden – heikle und weniger heikle. Sie wurden offen, respektvoll und durchaus auch mit Humor besprochen.
Und immer wieder hörte man an diesem Nachmittag: „Oh, du bist auch da!“ Dann wurde stehen geblieben, erzählt, nachgefragt: Wie geht es dir? Was ist in den vergangenen Jahren passiert? Vielleicht war gerade das eines der schönsten Zeichen dieses Festes – Menschen wieder zusammenzubringen.
Kaffee und Kuchen gingen nicht aus – fast ein kleines Schlaraffenland. Die Kinderfreunde waren unermüdlich beim Kinderschminken im Einsatz, Anna-Marie Dozcy würfelte mit den Kindern um kleine Preise, und am Verkaufsstand konnte man ein Stückchen Jubiläum mit nach Hause nehmen.
Zum Abschluss lud Elisabeth Schuhmann zum Orgelkonzert in die bereits festlich geschmückte Kirche. Ein wunderbarer Ausklang nach einem langen, lebendigen Nachmittag.
Es war, als läge ein kleiner goldener Glanz über diesem Tag. Einer, der die viele Arbeit und Anstrengung ein wenig überstrahlte – ohne vergessen zu lassen, wie viele Hände nötig waren, damit dieses Fest gelingen konnte.
Darum sagen wir Danke: P. Matthias Felber SVD, Martin Wiesauer und seinem Team, Weihbischof Franz Scharl und allen Mitwirkenden. Allen, die Kuchen gebacken und gebracht, geschnitten, angerichtet und ausgeschenkt haben. Allen, die aufgebaut, verkauft, begleitet, organisiert und wieder weggeräumt haben.
Und vor allem allen, die gekommen sind, miteinander gefeiert, Erinnerungen ausgetauscht und damit spürbar gemacht haben, was Kirche auch sein kann: ein Ort der Begegnung. BR
Fotos: P. Puschner










































































