150 Jahre St. Johann – ein Fest, das weitergeht
Mehr als ein Jahr lang haben wir uns auf unser Jubiläum vorbereitet. Am 4. Oktober fand es mit dem Festgottesdienst mit Erzbischof Josef Grünwidl seinen Höhepunkt – und wurde zu einem Fest der Erinnerung, der Begegnung und der Freude über das, was gewachsen ist.
Mehr als ein Jahr dauerten die Vorbereitungen, viele kleine Meilensteine lagen auf dem Weg. Am Sonntag, 4. Oktober 2026, war schließlich der große Tag gekommen: Gemeinsam mit Erzbischof Josef Grünwidl feierten wir 150 Jahre St. Johann Evangelist am Keplerplatz.
Viele Menschen waren gekommen – aus unserer Gemeinde und den Nachbarpfarren, Menschen, die heute hier leben, und solche, die sich unserer Kirche noch immer verbunden fühlen. Priester aus den Nachbarpfarren feierten mit uns, Ministrant*innen aus den Gemeinden Allerheiligste Dreifaltigkeit und Zur Heiligen Familie übernahmen mit spürbarer Freude ihre Dienste.
Drei Bilder im Liedheft spannten zu Beginn einen Bogen durch die Geschichte unserer Kirche: von der Weihe 1876 über die Veränderungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil bis zur Kirche von heute. 150 Jahre, in denen vieles anders geworden ist und Kirche immer wieder neu lernen musste, was ihre Aufgabe ist. Ganz im Sinn unseres Jubiläumsmottos: Vergangenheit feiern – Zukunft gestalten.
Beim Taufgedächtnis stand eine Zusage im Mittelpunkt, die durch all diese Jahre trägt: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.“ Daraus wächst auch ein Auftrag: Kirche nicht nur innerhalb ihrer Mauern zu sein, sondern mitten im Leben, im Alltag und in unserem Stadtteil.
In unterschiedlichen Zeichen und Worten zog sich dieser Gedanke durch den Gottesdienst.
Auch die Grußworte am Ende machten deutlich, wie sehr St. Johann mit seiner Umgebung verbunden ist. Bezirksvorsteher Marcus Franz erinnerte daran, dass das Zusammenleben unterschiedlicher Sprachen und Kulturen schon in den Anfangsjahren der Pfarre nicht konfliktfrei war – und würdigte zugleich das heutige Miteinander und die Zusammenarbeit im Bezirk.
Der evangelische Pfarrer i. R. Dr. Michael Wolf vom Matzleinsdorfer Platz schickte uns einen Gedanken mit auf den Weg: aufzustehen, zurückzublicken und dankbar zu sein für das, was gewachsen ist – und ebenso aufzustehen, um gemeinsam weiterzugehen und offen zu bleiben für das, was vor uns liegt.
Mit dem Segen war dieses Fest noch lange nicht zu Ende. Vor der Kirche gab es als kleine Erinnerung einen Magneten mit dem Bild von St. Johann – und dann ging es weiter zur Agape in den Festsaal des Bezirksamtes. Dort wurde es eng, warm und ziemlich laut. Und gerade deshalb war es schön: erfüllt von Gesprächen und Erinnerungen, von Wiedererkennen und Wiedersehen, von Freude und Zuneigung.
Vielleicht lässt sich 150 Jahre St. Johann genau so am besten feiern: dankbar für das, was war, miteinander im Heute – und neugierig auf das, was noch kommt.
Danke an alle, die dieses Fest möglich gemacht, mitgetragen und mit uns gefeiert haben. BR, Fotos: P. Puschner
Danke – für ein Fest, das viele möglich gemacht haben
Große Feste machen dankbar.
Zuerst gilt unser Dank Gott – dafür, dass wir an diesem Ort seit 150 Jahren unseren Glauben leben und miteinander Kirche sein dürfen.
Ein herzliches Danke gilt unserem Erzbischof Josef Grünwidl, der mit uns den Jubiläumsgottesdienst gefeiert hat. Zwei Tage nach seiner Bischofsweihe hatte er uns zugesagt, zu unserem Jubiläum zu kommen. Dass aus dieser frühen Zusage tatsächlich ein gemeinsames Fest geworden ist, hat uns sehr gefreut.
Ein Jubiläum wie dieses ist nur möglich, wenn viele Menschen dahinterstehen: Menschen, die miteinander denken, planen und gestalten, die Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen, Dinge weitertragen und dort anpacken, wo es gerade notwendig ist. Nicht alle können hier genannt werden. Einige wenige sollen stellvertretend für die vielen stehen, die unser Jubiläum möglich gemacht haben.
Ernst Zeeh hat dafür gesorgt, dass unsere Ideen, Veranstaltungen und Feiern auch ihren Weg zu den Menschen gefunden haben. Gestaltung, Plakate, Flyer und vieles mehr lagen in seinen Händen – ebenso das rechtzeitige Drandenken daran, wann was veröffentlicht werden musste. Dafür ein ganz besonderes Danke.
Sandra und Michael Röhsner haben mit Begeisterung und Ausdauer an diesem Jubiläum mitgearbeitet. Sie haben die Ausstellung gestaltet, Ideen angestoßen und weiterentwickelt und uns mit ihrem persönlichen Engagement immer wieder motiviert, weiterzutun.
P. Matthias Felber SVD danken wir für sein Vertrauen in das Organisationsteam, für das Mitdiskutieren und Mittragen – und auch für die Offenheit, wenn manches schließlich anders geworden ist als ursprünglich gedacht. Gerade dieses gemeinsame Ringen hat unserem Fest gutgetan.
Dass beim Fest der Begegnung am Samstag der Keplerplatz zu einem so lebendigen Festplatz werden konnte, verdanken wir wesentlich der Zusammenarbeit mit der Kategorialen Seelsorge. Dr. Martin Wiesauer, ihrem Leiter, danken wir für seine Erfahrung mit großen Veranstaltungen, für seinen Blick auf all das, was bedacht werden muss, und für sein beharrliches und zugleich geduldiges Nachfragen und Nachschauen.

























































