… dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach … (Exultet)

… dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach … (Exultet)

Im Dunkeln begann mit der Segnung des Feuers und dem Entzünden der Osterkerze die Feier der Osternacht. Zum Glück regnete es nicht, so dass am Keplerplatz das Osterfeuer angezündet werden konnte, in dem auch die Sorgenzettel, die im Lauf der Fastenzeit an unser Sorgenkreuz geheftet worden waren, verbrannt wurden.
 
Mit dem Ruf „Lumen Christi“ (Christus, das Licht) wurde die Kerze in die Kirche getragen, ihr Licht an die Mitfeiernden verteilt. Mit den brennenden Kerzen in ihren Händen hörte und betete die Gemeinde das älteste und wohl feierlichste gesungene Gebet, das Exsultet (Frohlocket!)
 
Ein großer Wortgottesdienst schloss daran an – in hohem Maß vom Chor der Gemeinde mitgestaltet, der alle Antwortpsalmen mehrstimmig sang, bis endlich das Osterhalleluja erklang.
 
In einer feierlichen Prozession wurde das Evangeliar vom leeren Grab zum Ambo getragen und von dort aus des Evangelium von der Auferstehung verkündet.
 
Nach der Weihwassersegnung und der Erneuerung des Taufversprechens wurde die Gemeinde mit dem Weihwasser besprengt.
 
In der Eucharistie feierten wir als Gerettete das neue Leben in Christus.
 
Mit der Speisensegnung und dem feierlichen Ostersegen endete die besondere Nacht.
Mit Pfarrer P. Matthias Felber feierten Kaplan P. Alphonse Fahin und Pfr. em. Ladislaus Loucky.

 

 

Karfreitag – Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen!

Karfreitag – Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen!

Wenn wir Ostern feiern, heißt das, dass wir durch den grausamen Tod – durch das Dunkel erst zum Licht kommen – und dann in ein Licht, das wir nicht mit unserem Verstand begreifen können. Darum feiern wir Liturgie, die uns auch Erklärungen bietet für diesen Weg. Der letzte Weg Jesu wird verbunden mit unserem Dasein – hineingenommen in das Geschehen in Jerusalem.
So feierte die Gemeinde in der Pfarrkirche St. Johann den Karfreitag. In seiner Predigt verband Pfarrer P. Matthias Felber das Geschehen auf Golgotha mit den Ereignissen in unserer Welt, und auch ganz direkt mit dem, was in unserer Pfarre gerade geschieht – mit dem Schicksal der Familien aus Afghanistan, die bei uns Zuflucht gefunden haben und deren Leben jetzt neu in Gefahr ist, weil sie keine Grundversorgung mehr bekommen. So sind sie auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen – auf die „größere Liebe,“ die uns von Jesus geschenkt ist.

Im Gottesdienst heute gedachten wir der letzten Stunden Jesu in dieser Welt. Wir folgen ihm in seiner Angst, seinen entsetzlichen Qualen, seinem Sterben in völliger Verlassenheit. Heute war das Kreuz im Mittelpunkt.

In der Kreuzverehrung hatten wir Gelegenheit, ein Zeichen unserer Betroffenheit und unserer Bereitschaft, auch unser persönliches Kreuz auf uns zu nehmen, zu setzen. Durch die gemeinsame Nähe zum Kreuz wollten wir unsere Solidarität mit Jesus ausdrücken.

Unter dem Kreuz durften wir unsere Bitten vor Gott bringen, zeichenhaft geschah es durch das Entzünden einer Kerze, die jede und jeder unter das Kreuz stellen konnte.

In der Gewissheit, dass ER uns liebt, rufen wir zu ihm: 
Hagios, ho Theos! (Heiliger starker, heiliger unsterblicher Gott, erbarme dich unser)

Im Anschluss an die Feier  und auch am Karsamstag sind wir eingeladen am Grab, wachend und betend, unserer Trauer und gleichzeitig unserer Hoffnung auf Auferstehung Ausdruck verleihen.

Osternachmittag für Kinder

Osternachmittag für Kinder

Am Samstag vor dem Palmsonntag kamen 12 Kinder ins Pfarrhaus am Keplerplatz, um sich miteinander auf die Karwoche einzustimmen.
Mit dem Einzug Jesu in Jerusalem begann die große biblische Geschichte – ergänzt von allem Brauchtum, das den Kindern schon vertraut war.
 
Zeichen des Lebens – Ostern – das war es dann, was länger fesselte: Ostereier als Auferstehungssymbol, Osterhasen, Osterküken, das Lamm, Samenkörner als Zeichen für neues Leben, bis hin zum Kreuz als Symbol der Auferstehung, der Rettung.
 
Dazu wurde dann gebastelt, ein Palmbuschen verziert – Tontöpfe gestaltet, in die später Kressesamen gepflanzt wurden. Natürlich gab es auch eine Osterjause, mit Schnittlauchbroten, Osterstriezel, einem gebackenen Lamm und Ostereiern.
 
Vielen Dank allen, die mitgeholfen haben, Brigitta, die den Nachmittag mit  dem Binden von Palmbuschen verbrachte, Renate, die uns mit der köstlichen Jause versorgte – und besonders Barbara S. und Michi, unseren Firmlingen, die einfach kamen und fragten, ob sie helfen können und mit großer Umsicht und Geduld, den Kleinen beim Basteln halfen!!!

Kindergartenkinder besuchen unsere Pfarrkirche

Kindergartenkinder besuchen unsere Pfarrkirche

 

Am Dienstag am Vormittag besuchte eine Gruppe des Kindergartens in der Leibnizgasse die Pfarrkirche St. Johann.
Eifrig und mit großer Begeisterung begaben sich die Kinder auf Schatzsuche. Anhand von Bildern mussten sie in der Kirche bestimmte Gegenstände, Heiligenfiguren, Orte entdecken und hörten dazu dann die Erklärung.

Besonders gut fanden sie alle den großen Raum, in dem man zum Laufen richtig eingeladen wird.
Nach der Besteigung der Empore, wo die Orgel in Augenschein genommen wurde, musste langsam und vorsichtig die ungewohnte Wendeltreppe wieder hinabgehen, um dann – daran denkend, dass Jesus mit seinen Freunden oft Mahl hielt – im Kreis vorne in der Kirche Brot und Traubensaft zu teilen.

 

 

Von der Trauer zur Freude – vom Dunkel zum Licht – vom Tod zum Leben Einführung in die Kartage

Von der Trauer zur Freude – vom Dunkel zum Licht – vom Tod zum Leben Einführung in die Kartage

Am Dienstag, 6.3. waren besonders alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den liturgischen Diensten zu einem sehr lebendigen, interessanten Vortrag ins Pfarrhaus, Keplerplatz, eingeladen.
Sehr anschaulich und uns mitnehmend konnte DDr. Fischer sowohl geschichtliches Werden des Osterfestes als auch liturgisches Geschehen und Gestalten zusammenbringen und Impulse dazu geben.

Interessant war z. Bsp. die unterschiedliche Bedeutung der 40 Tage Fastenzeit, die einerseits eine Zeit der Vorbereitung der Taufbewerber ist/war und andererseits die Zeit der Buße für die, die in der frühen Kirche aufgrund ihres Handelns „exkommuniziert“, vom Gottesdienst ausgeschlossen waren und erst am Gründonnerstag wieder in die volle Gemeinschaft aufgenommen wurden.

Entstehung und Aufbau der Osternachtfeier und der Hinweis, dass die 50 Tage Osterzeit, als die freudenreichste Zeit „wie ein Ostersonntag“ (Tertullian) zu feiern sind, rundeten den Abend ab.

Es war ein Abend mit spannenden Anregungen die künftigen Osterfeste zu gestalten!
Danke für die Einladung!