Fronleichnam 31.5.18

Fronleichnam 31.5.18

Schon vom frühen Morgen an, strahlender Sonnenschein – das Wetter, das es schon seit meiner Kindheit zu Fronleichnam haben soll (und meistens hat).
So kamen viele Angehörige unserer Pfarre zur Pfarrkirche nach St. Johann, um dort gemeinsam, bereits zum vierten Mal gemeinsam, die hl. Messe zu feiern.
In seiner Predigt machte Pfarrer P. Matthias auf die Wege der Prozessionen aufmerksam. Eingezeichnet über die Karte des Pfarrgebietes ergeben sie ein Kreuz, kein gerades, kein schönes, klares, aber dennoch ein Kreuz. Dieses Hoffnungszeichen der Christen, ist es, das uns immer wieder zusammenkommen lässt, das uns verbindet.
Und es lässt sich nicht leugnen, dass wir weniger werden, lässt sich nicht verschweigen, dass vieles nicht gelingt. Aber in allem sei auch Zuversicht spürbar, eine Vision von Kirche erahnbar, die Zusage, dass Gottes Reich bei uns beginnen kann.
So führte uns die anschließende Prozession über die Favoritenstraße, Raaber-Bahn-Gasse – Dampfgasse in die Alxingergasse.  Dieser gemeinsam gegangene Weg, der vierte Kreuzesbalken, drückt aus, dass die Verbundenheit mit Christus auch in das Alltagsleben mitgeht und das auch gezeigt werden darf. Er begleitet alle Menschen in ihren Lebenssituationen. Er geht mit uns durch die schweren Zeiten bis hin zu den Stunden der Freude, des Glücks und eines neuen Aufbruchs.
Wenn wir mit ihm durch einen Teil unseres Pfarrgebietes ziehen, tragen wir so wie es uns möglich ist dazu bei, Christus den Menschen zu zeigen, Christus geht mit, er erschließt uns die Welt, er lässt uns den Sinn des Lebens spüren und schenkt uns die Kraft fürden weiteren Lebensweg.Angekommen in der Gemeinde Allerheiligste Dreifaltigkeit in der Alxingergasse, gab es nach dem Segensgebet in der Kirche ein herzliches Willkommen zur Agape, nicht nur zu einem Liebes – sondern eher zu einem Festmahl – und erfrischt und gestärkt ließ es sich noch einmal Kirche sein und leben.

Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben, dass Fronleichnam ein wunderschönes, gemeinsames, freudvolles, hoffnungsgebendes, heilendes und heiles, lebendiges Fest wurde:

  • Matthias und allen Priestern der Pfarre
  • den Ministranten und Ministrantinnen aus allen drei Gemeinden (es ist schon immer eine Herausforderung in einer anderen Kirche bei einem großen Fest zu ministrieren – ihr habt das toll gemacht!!!!)
  • allen, die gesungen haben und gespielt haben, besonders Roswitha Jily und Elisabeth Schuhmann
  • den Lektoren und Lektorinnen
  • den Himmelsträgern
  • allen, die die Agape vorbereitet und durchgeführt haben, die uns labten und erfrischten
  • ….. und noch ganz vielen
  • aber auch allen, die sich auf den Weg gemacht haben und mit uns gefeiert haben. B.R.
LANGE NACHT DER KIRCHEN – ein Kommentar

LANGE NACHT DER KIRCHEN – ein Kommentar

LANGE NACHT DER KIRCHEN – ein Kommentar
Dialog – das Thema der Pfarre Zum Göttlichen Wort – prägte die Lange Nacht der Kirchen in der Pfarrkirche am Keplerplatz
 
Gesang, Gebet und Stille im Dialog
„Komm herein, nimm dir Zeit für dich – dein Leben ist so reich, achte darauf“
Diese Einladung, zog sich durch das gesungene Gebet, das auch die Sehnsucht nach Einheit ausdrückte.
Gestaltet war es von der Musikgruppe um P. Alphonse geworden, Gebete in den Sprachen der Mitwirkenden wurden formuliert und vorgetragen. Aber auf ganz besondere Weise verband der Abschluss, die Bitte um Segen, den Beginn des Abends mit dem restlichen Verlauf der Nacht – Afrika und Europa.
 
P. Alphonse nahm uns auf eine kurze Reise in seine Heimat Togo mit, stellt uns das Land und auf sehr liebevolle und persönliche Weise auch seine Familie in der Heimat vor.
Im Anschluss daran fand ein sehr interessantes Podiumsgespräch statt:
Afrika und Europa im Dialog. Erfahrungsberichte und Expertisen.
 
Dazu waren eingeladen:
 
P. Alphonse Fahin SVD
P. Matthias Felber, SVD, Gastgeber und 6 Jahre Missionar in Ghana
Faai Irene Estelle Hochauer-Kpoda, VIDIC – Verein Barka Barka
Clement Itamah, MAS – MA 17
 
Für die Moderation war Hubert Arnim-Ellissen gebeten worden, der es verstand, immer wieder zum Grundthema zurückzuführen – Dialog als Brücke zwischen den Kontinenten, Dialog als Hilfe, Grenzen aufzugeben und das Miteinander zu fördern.
 
Für mich war es auch ein sehr hellhörig machender Augenblick, als
P. Alphonse vom großen Unterschied Afrika – Österreich sprach: Nicht Sprache, Hautfarbe oder Gewohnheiten waren es, was er als schwierig nannte und empfindet – es ist das nicht einfach jemanden Besuchen können und das nicht Aufgenommensein ins Alltagsleben, das ihn manchmal Einsamkeit empfinden lässt. (Ganz konkret sagte er, dass er seiner Familie nicht erzählen könne, wie Weihnachten oder Ostern in Österreich in Familien gefeiert werde, weil er es nicht erlebt hat.) In mir tauchte da die Frage auf – wozu Dialog im Großen fordern, wenn er uns im Kleinen nicht gelingt. Gleichzeitig gibt es mir vielleicht auch den Anstoß, zu schauen, wo gelingt es mir offener auf andere zuzugehen.
 
Gestärkt von Köstlichkeiten aus (fast) aller Menschen Länder, die das Buffet anbot, von Gesprächen, die ein Miteinander spüren ließen, ließen sich die Zuhörer und Zuhörerinnen – mit denen, die extra zum letzten Programmpunkt gekommen waren –  einladen wieder Platz zu nehmen.
 
Musik aus Burkina Faso –
Mamadou Diabate, Yacouba Konate und Hamidou Koita
 
Berührende, mystische Klänge, gespielt auf Balafonen, Instrumenten, die aussehen wie überdimensionierte, gebogene Xylophone, auf denen jedoch ganz unterschiedliche Klangfarben erzeugt werden können. Sinn der Musik ist, so erläuterte es Mamadou Diabate, Geschichten des Lebens zu erzählen. Darum lernen die Kinder diese „Sprache“ gleichzeitig mit der oralen Sprache, weil damit auch alles ausgedrückt werden kann, was auch mit Worten gesagt wird.
So kann ohne Worte das Herz des anderen berührt werden, können Erfahrungen geteilt werden – entsteht eine ganz andere Brücke vom Ich zum Du.
 
Mit dem Wunsch weiter Brücken zu bauen, in der Welt, zu erkennen, dass die Kirche der Zukunft bunt ist, wie es auch Kardinal Schönborn im Gespräch in der Deutschordenskirche in der Langen Nacht, sagte, endete diese Nacht.
 
Ein großes, herzliches Danke an alle, die beigetragen haben zur Gestaltung, die in der Vorbereitung geholfen haben, die dafür gesorgt haben, dass alles rechtzeitig zu Stelle war, die im Anschluss wieder darauf achteten, dass alles weggeräumt wurde, sei an dieser Stelle auch gesagt: Vielen, vielen Dank!                                                                                                                                                  Barbara Radlmair

Seniorendekanatswallfahrt

Seniorendekanatswallfahrt

Am 17.05. 2018 machten sich aus dem Dekanat 10 ungefähr 350 Seniorinnen und Senioren auf den Weg nach Droß zur Wallfahrtskirche im Kremstal.
 
Um 10.00 Uhr wurde gemeinsam mit Bischofsvikar P. Dariusz Schutzki in der Fatima Kirche die Messe gefeiert. In den Fürbitten wurden unsere Anliegen vor Gott gebracht – dafür hatte jede Pfarre ihre Bitte vorbereitet. Diese sehr unterschiedlich formulierten Gebete zeigten uns neu die Buntheit unseres Dekanats, während gleichzeitig unsere Gemeinsamkeit, die Hinwendung zu Gott, zum Ausdruck gebracht wurde.
 
Nach dem Mittagessen hatten die Pfarren noch unterschiedliche Ziele für ihre Mitfahrenden vorbereitet. Wir (Pfarre Zum Göttlichen Wort) änderten unser Programm, weil das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, und besuchten das Karikaturenmuseum in Krems.
Nach einem gemütlichen Heurigenbesuch ging es wieder ab nach Hause.
Herzlichen Dank allen, die vorbereitet und begleitet haben!

 

Erstkommunion in St. Johann

Erstkommunion in St. Johann

 

 

Wenn der Himmeldie Erdeberührt –
Verbunden mit Jesus – im Brot des Lebens
 
Mit Freude und Spannung erwartet hatten 29 Kinder seit November diesen Tag – das Fest ihrer Erstkommunion. Sonntag, 6. Mai war es endlich so weit! Mit großem Ernst, gespannter Aufmerksamkeit und spürbarer Aufregung zogen sie mit ihren brennenden Kerzen in die Kirche ein – erwartet von ihren Familien, Freunden und Lehrerinnen.

Singend, betend, sich selbst vor Gott bringend, feierten sie mit P. Gregor die hl Messe, in der sie zum ersten Mal Teil der Tischgemeinschaft der Kirche waren – ihre Erstkommunion.

Vielen Dank allen, die dieses Fest mit vorbereitet haben!

 

Firmlinge gestalten die Pfarrzeitung – den Dreiklang

Firmlinge gestalten die Pfarrzeitung – den Dreiklang

Ich glaube! – Glaube ich?

Ein Teil der Firmvorbereitungsgruppe traf sich, um miteinander nachzudenken über den Glauben, über Zweifel am Glauben, über das „Warum Firmung“ und um miteinander zu erleben, dass wir Kirche, dass wir Gemeinschaft sind.
Das Nachdenken darüber sollte im Gestalten der Pfarrzeitung münden.
Dazu waren von Ernst Zeeh, der für das Layout des Dreiklangs und der Homepage zuständig ist, Peter Puschner für Fotografie, Georg Radlmair für Interviews und Barbara Radlmair zur Mitarbeit eingeladen worden.
Miteinander wurde ein Plan entworfen, der ein ganzes Wochenende leicht hätte füllen können – ambitioniert und ein bisschen zu viel.
Für das Interview stellte sich Nikolaus Glattauer, Journalist, Buchautor und Direktor zur Verfügung und ließ sich von den Jugendlichen zum Thema befragen – und ließ es sich auch nicht nehmen zurückzufragen und so mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Ebenso war auch Pfarrer P. Matthias Felber bereit sich den – manchmal unbequemen Fragen – der Firmlinge zu stellen.
 
Um 10.00 Uhr am Samstag, 21.4.2018, der ein wunderschöner, sonniger Tag war, trafen sie ein – im Pfarrhaus am Keplerplatz, ein bisschen schüchtern und zurückhaltend noch am Anfang. Doch ließen sie sich mit einem kurzen Ballspiel mit Glaubensbegriffen relativ schnell aus der Reserve locken und in die Arbeitsgruppen des Tages einführen.
Mit Ernst und Spaß gleichermaßen waren sie dabei, ließen sich Fragen gefallen, versuchten sich in Antworten und rangen nach Worten, die geeignet sind, über den Glauben zu sprechen.
Zu Mittag gab es Pizza im Sonnwendviertel, und am Nachmittag gab es noch einmal eine recht intensive Arbeitseinheit. – Und trotzdem war die Zeit viel zu kurz, um wirklich und in Ruhe kreativ werden zu können, was wir schon sehr bedauerten. Auf der anderen Seite war aber an diesem Tag Freude und Ernsthaftigkeit, Unbeschwertheit und Tiefe und ein Interesse am gemeinsam Kirche zu sein und zu werden spürbar.
 
Danke an Gerhard Schüttenberger aus dem FirmbegleiterInnenteam, der sich den ganzen Tag Zeit nahm und an Ernst Zeeh, von dem die Initiative ausging und der mit seiner Überzeugung, dass es klappen wird, uns alle mitnahm.
Danke an Georg Radlmair, Leiter des Kath. Bildungswerkes und an Peter Puschner.

B.R.

 

… dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach … (Exultet)

… dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach … (Exultet)

Im Dunkeln begann mit der Segnung des Feuers und dem Entzünden der Osterkerze die Feier der Osternacht. Zum Glück regnete es nicht, so dass am Keplerplatz das Osterfeuer angezündet werden konnte, in dem auch die Sorgenzettel, die im Lauf der Fastenzeit an unser Sorgenkreuz geheftet worden waren, verbrannt wurden.
 
Mit dem Ruf „Lumen Christi“ (Christus, das Licht) wurde die Kerze in die Kirche getragen, ihr Licht an die Mitfeiernden verteilt. Mit den brennenden Kerzen in ihren Händen hörte und betete die Gemeinde das älteste und wohl feierlichste gesungene Gebet, das Exsultet (Frohlocket!)
 
Ein großer Wortgottesdienst schloss daran an – in hohem Maß vom Chor der Gemeinde mitgestaltet, der alle Antwortpsalmen mehrstimmig sang, bis endlich das Osterhalleluja erklang.
 
In einer feierlichen Prozession wurde das Evangeliar vom leeren Grab zum Ambo getragen und von dort aus des Evangelium von der Auferstehung verkündet.
 
Nach der Weihwassersegnung und der Erneuerung des Taufversprechens wurde die Gemeinde mit dem Weihwasser besprengt.
 
In der Eucharistie feierten wir als Gerettete das neue Leben in Christus.
 
Mit der Speisensegnung und dem feierlichen Ostersegen endete die besondere Nacht.
Mit Pfarrer P. Matthias Felber feierten Kaplan P. Alphonse Fahin und Pfr. em. Ladislaus Loucky.

 

 

Karfreitag – Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen!

Karfreitag – Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen!

Wenn wir Ostern feiern, heißt das, dass wir durch den grausamen Tod – durch das Dunkel erst zum Licht kommen – und dann in ein Licht, das wir nicht mit unserem Verstand begreifen können. Darum feiern wir Liturgie, die uns auch Erklärungen bietet für diesen Weg. Der letzte Weg Jesu wird verbunden mit unserem Dasein – hineingenommen in das Geschehen in Jerusalem.
So feierte die Gemeinde in der Pfarrkirche St. Johann den Karfreitag. In seiner Predigt verband Pfarrer P. Matthias Felber das Geschehen auf Golgotha mit den Ereignissen in unserer Welt, und auch ganz direkt mit dem, was in unserer Pfarre gerade geschieht – mit dem Schicksal der Familien aus Afghanistan, die bei uns Zuflucht gefunden haben und deren Leben jetzt neu in Gefahr ist, weil sie keine Grundversorgung mehr bekommen. So sind sie auf unsere Hilfe und Unterstützung angewiesen – auf die „größere Liebe,“ die uns von Jesus geschenkt ist.

Im Gottesdienst heute gedachten wir der letzten Stunden Jesu in dieser Welt. Wir folgen ihm in seiner Angst, seinen entsetzlichen Qualen, seinem Sterben in völliger Verlassenheit. Heute war das Kreuz im Mittelpunkt.

In der Kreuzverehrung hatten wir Gelegenheit, ein Zeichen unserer Betroffenheit und unserer Bereitschaft, auch unser persönliches Kreuz auf uns zu nehmen, zu setzen. Durch die gemeinsame Nähe zum Kreuz wollten wir unsere Solidarität mit Jesus ausdrücken.

Unter dem Kreuz durften wir unsere Bitten vor Gott bringen, zeichenhaft geschah es durch das Entzünden einer Kerze, die jede und jeder unter das Kreuz stellen konnte.

In der Gewissheit, dass ER uns liebt, rufen wir zu ihm: 
Hagios, ho Theos! (Heiliger starker, heiliger unsterblicher Gott, erbarme dich unser)

Im Anschluss an die Feier  und auch am Karsamstag sind wir eingeladen am Grab, wachend und betend, unserer Trauer und gleichzeitig unserer Hoffnung auf Auferstehung Ausdruck verleihen.

Osternachmittag für Kinder

Osternachmittag für Kinder

Am Samstag vor dem Palmsonntag kamen 12 Kinder ins Pfarrhaus am Keplerplatz, um sich miteinander auf die Karwoche einzustimmen.
Mit dem Einzug Jesu in Jerusalem begann die große biblische Geschichte – ergänzt von allem Brauchtum, das den Kindern schon vertraut war.
 
Zeichen des Lebens – Ostern – das war es dann, was länger fesselte: Ostereier als Auferstehungssymbol, Osterhasen, Osterküken, das Lamm, Samenkörner als Zeichen für neues Leben, bis hin zum Kreuz als Symbol der Auferstehung, der Rettung.
 
Dazu wurde dann gebastelt, ein Palmbuschen verziert – Tontöpfe gestaltet, in die später Kressesamen gepflanzt wurden. Natürlich gab es auch eine Osterjause, mit Schnittlauchbroten, Osterstriezel, einem gebackenen Lamm und Ostereiern.
 
Vielen Dank allen, die mitgeholfen haben, Brigitta, die den Nachmittag mit  dem Binden von Palmbuschen verbrachte, Renate, die uns mit der köstlichen Jause versorgte – und besonders Barbara S. und Michi, unseren Firmlingen, die einfach kamen und fragten, ob sie helfen können und mit großer Umsicht und Geduld, den Kleinen beim Basteln halfen!!!