Weißer Sonntag

Weißer Sonntag

Weißer Sonntag – Neues Leben

In der frühen Kirche war der Ostersonntag der einzige Tauftermin. Daran erinnert bis heute die Taufwasserweihe in der Osternacht.
Getauft wurden ausschließlich Erwachsene.
Sie trugen das Zeichen ihrer neuen Würde,
das Zeichen, Christus angezogen zu haben,
das weiße Kleid, eine Woche lang.
Darum heißt der Sonntag nach Ostern,
an dem sie ihre weißen Kleider ablegten bis heute „Weißer Sonntag“

(Dominica in albis)

Osterfeuer

Osterfeuer

Die Gottesdienstfeier der Osternacht beginnt vor der Kirche mit der Entzündung und der Weihe des Osterfeuers. Aus einem Feuerstein (Symbol für Grab) werden Funken geschlagen, als Hinweis für neues Leben, und ein Feuer entfacht. Feuer gilt hier als Zeichen für Licht und Wärme, die Leben spenden.

Osterkerze

Osterkerze

Die Osterkerze wird am Osterfeuer entzündet. Die Kerze ist mit Kreuz, Alpha und Omega – den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, der Jahreszahl und fünf farbigen Wachspunkten als Symbole für die Wunden Christi am Kreuz geschmückt. An der Osterkerze können sich in der Osternacht die Gläubigen eigene Kerzen entzünden.

Osterwasser/Weihwasser

Osterwasser/Weihwasser

Wasser gilt seit jeher als Symbol für Reinigung, Erfrischung, Lebensfreude; befreiender Durchzug durch das Schilfmeer. Segnung mit Weihwasser: Jesu Botschaft der Nächstenliebe ist das Wasser des Lebens. In Jesus Christus als lebendiges Wasser (Taufe) sind wir befreit. In der Osternacht erneuern die Katholiken ihr Taufversprechen.

Osterlamm

Osterlamm

Schon für die Juden hatte das Lamm als Symbol der Rettung vor den Ägyptern eine besondere Bedeutung. Viele Stellen im Alten und Neuen Testament bezeichnen Gott beziehungsweise Jesus Christus als unschuldiges Lamm, das die Schuld der Welt auf sich nimmt und so den Neuanfang ermöglicht. Das Lamm ist ein Symbol für Reinheit, Friede, Unschuld, Demut. Die Siegesfahne und das Kreuz verweisen auf den auferstandenen Christus.

Osterhase

Osterhase

Der Hase ist ein vorchristliches Fruchtbarkeitssymbol, weil er im Jahr mehrmals Junge wirft. Ein Zeichen für Fülle, Segen, Weiterleben nach dem Tod.

Ostereier

Ostereier

In der Geschichte der Menschheit war das Ei schon immer ein Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Eine Übernahme dieses Symbols für das Fest der Auferweckung Christi an Ostern lag für die Christen deshalb nahe. Ihr Verzehr war während der Fastenzeit nicht erlaubt. Eier waren auch Abgaben der Armen an die Lehnherren. Das letzte abzuliefernde Ei wurde als Schlusspunkt rot gefärbt; man war wieder für ein Jahr von der Abgabelast frei. Bunte Ostereier besagen, dass wir seit Jesu Tod und Auferstehung vor Gott keine Schuldner mehr sind. Wir dürfen als befreite, zu ewigem Leben bestimmte Menschen leben. Entscheidend beim Suchen der Ostereier ist die Freude über das Finden. Sie steht für die Freude über das an Ostern wiedergewonnene Leben.

Osterspeisen

Osterspeisen

Hier handelt es sich um Speisen, die in der Osternacht gesegnet werden. Speziell die Segnung von Ostereiern ist schon im 12. Jahrhundert nachweisbar. Dieser Brauch wird heute vielerorts in der Feier der Osternacht gepflegt. Verbreitet ist außerdem heute noch das selbstgebackene Osterlamm, ursprünglich eine Erinnerung an den Opfertod Christi. Der Glaube an die Auferstehung Jesu, der eine letzte und bleibende Antwort auf die Sehnsucht des Menschen nach Erlösung und Heil gibt – sogar über den Tod hinaus –, muss sich auch „verleiblichen“, damit er in Lebensmut und Lebensfreude umschlagen kann.

Osterstrauß und Ostergras

Osterstrauß und Ostergras

Kurz vor Ostern geschnittene Zweige schlagen bei Zimmerwärme in der Vase aus. Die grünenden Zweige symbolisieren so das beginnende neue Leben zu Ostern. Aus dem Dunkel der Knospe und aus dem verschlossenen Samen bricht neues Leben hervor. Junges Grün ist Zeichen der Hoffnung.