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Exkursion des Seniorenklubs der Gemeinde zur Hl. Familie
ins Bezirksmuseum Favoriten am 8.5.2019
 
Diesmal war wieder Nostalgie angesagt; die Exkursion führte uns ins Bezirks-
museum in der Per Albin Hansson Siedlung, wo uns ein ehrenamtlicher Mitarbeiter
(ehemaliger Lehrer) vorerst die Geschichte unseres Bezirks näherbrachte.
 
Was war nicht alles in den 145 Jahren geschehen, in denen der Bezirk bei Wien ist.
Von einem einst dünn besiedelten Gebiet in Niederösterreich wuchs Favoriten rasch zu einem Industriebezirk; Johann Steudel war maßgeblich daran beteiligt, daß das
Gebiet als 10. Bezirk eingemeindet wurde; Er war auch der erste Bürgermeister.
Favoriten ist übrigens der einzige Bezirk, der nach einem Gebäude benannt ist, nämlich nach der Favorita, einem ehemaligen Lustschloß Karls VI (heute Theresianum) auf der Wieden.
 
Die Bevölkerungszahl stieg auf Grund der vielen Firmengründungen – die Baugründe waren billig und die Nähe zu den Bahnhöfen begünstigte die Entwicklung.
Die chemische Fabrik Gustav Wagenmann, die Maschinenfabrik der Staatseisen –
bahnen, der Rüstungskonzern im Arsenal und die Wienerberger Ziegelfabrik folgten.
Ankerbrot und Wiener Zuckerl sind ebenfalls noch in aller Munde.
Mit der wachsenden Einwohnerzahl wuchs auch die Infrastruktur, Schulen und Kirchen wurden gebaut, der Eugenplatz, heute Viktor Adler Platz, zu einem Marktplatz, der Bezirk durch eine Pferdetram vom Schwarzenbergplatz bis zur Gudrunstrasse erschlossen.
Viele Beispiele aus dem täglichen Leben, wie ein Klassenzimmer, Kücheneinrichtungen, ein Zugehörgeschäft und technische Errungenschaften
werden im Museum liebevoll gepflegt und den Besuchern nähergebracht.
Die Geschichte der „Spinnerin am Kreuz“ nimmt einen besonderen Platz ein.
Nicht nur die Skulpturen vom Sockel der Säule, viele Bilder werden gezeigt und Legenden berichtet, hatte man doch von der damaligen Hinrichtungsstätte den
letzten Blick auf das damalige Wien.
Auch die jüngere Geschichte bietet Interessantes : Bohrungen nach Erdöl in den Jahren 1955-63 in Oberlaa brachten zwar kein Erdöl, dafür die Thermalquellen zutage und machen unseren Bezirk zu einem besonderen Anziehungspunkt.
Das heutige Favoriten mit seinen 400.000 Einwohnern die 4.größte Stadt Österreichs
hat durch den Ausbau der U1 seine Lebensader bis Oberlaa ausgedehnt und wird auch weiterhin Interessantes bieten.
Wir sind jedenfalls von Frau Maria  aus den nostalgischen Gedanken heraus in die Gegenwart und zu einer stärkenden Jause geführt worden.
Vielen Dank für die Organisation, es war wieder super. !!
Grete Beran